Bruno-Schule beteiligt sich am Unterrather Karnevalszug der Funken Blau-Gelb

Karneval : Jeck durch das antike Unterrath

Die Teilnahme am Unterrather Karnevalszug gehört bei der St.-Bruno-Schule fest zum Jahresprogramm. Dafür wird Wochen vorher gebastelt und gewerkelt.

Carlotta hat sich so richtig auf den gestrigen Sonntag gefreut. „Ich war die letzten Jahre immer dabei und auch meine Eltern haben immer viel Spaß“, sagt die Schülerin der St.-Bruno-Schule. Gemeinsam mit ihrer Klasse hat sie sich auf den Kinderkarnevalszug vorbereitet, der traditionell von den Unterrather Funken Blau-Gelb organisiert wird und gestern von der Straße An der Piwipp aus über die Kalkumer Straße durch den Stadtteil zog.

Die St.-Bruno-Schule beteiligt sich seit vielen Jahren an dem bunten Treiben, auch wenn das mit einem nicht geringen Aufwand verbunden ist. „Das gehört für uns zur Brauchtumspflege und außerdem stärkt so eine Aktion die Schulgemeinschaft“, sagt Schulleiterin Janette Mladenov-Flohr. Möglich ist die Teilnahme aber nur durch die engagierte Hilfe von Eltern. „Sie sind wirklich immer sehr motiviert, nicht nur zur Karnevalszeit“, sagt Lehrerin Stefanie Hartmann.

Sie hat mit ihrer Klasse das Sessionsmotto der Funken „Jeck in der Antike“ aufgegriffen und mit den Schülern aus Müllsäcken, Netzen, Muscheln und Pappen Neptun-Kostüme mit goldenen Kronen fabriziert. Andere Klassen zogen gestern zum Beispiel als Römer oder Gladiatoren mit. „Die Kostüme sollen wenig kosten, aber umso kreativer sein“, sagt Mladenov-Flohr. Zum Teil werden die Verkleidungen während des Kunstunterrichts angefertigt oder mithilfe der Eltern nach Schulende. „Besonders für die Eltern und Kinder der ersten Klassen ist die Karnevalsaktion immer eine gute Gelegenheit, einander besser kennenzulernen“, sagt Stefanie Hartmann.

Oft wird das jeweilige Motto auch noch in den Unterrichtsstoff mit aufgenommen. „Im vergangenen Jahr lautete das Thema Zeichentrick. Dazu haben wir dann Comics gemalt“, sagt Hartmann. Nach den tollen Tagen schreiben die höheren Klassen ihre Erlebnisse auf, während etwa in den ersten Klassen das Schreiben von Karnevalsbegriffen geübt wird. „Das Basteln macht mir aber am meisten Spaß und dann natürlich das Aufsammeln der Süßigkeiten beim Zug“, sagt der zehnjährige Benjamin.

Die Kamellen wurden vor allen Dingen vom Kinderprinzenpaar der Funken, Simon und Gina, geworfen, die mit einem eigenen Wagen den Zug anführten. „Der Wagen, der auch beim Düsseldorfer Rosenmontagszug mitzieht, wird dafür extra aus der Wagenbauhalle geholt. Unser Kinderprinzenpaar kann so schon einmal einen Eindruck bekommen, wie es dann am großen Zug zugeht“, sagt Funken-Sprecher Michael Böhnke. Sein Ende nahm der Unterrather Zug vor der Halle des TuS Nord, in der die ausverkaufte Kindersitzung stattfand. „Die Sitzung ist für mich der Höhepunkt. Und ganz toll finde ich, dass wir dann auf der Bühne unser Schullied singen dürfen“, sagt die Viertklässlerin Meike.

Sie ist jetzt schon traurig, dass sie in diesem Jahr zum letzten Mal als Schülerin der St.-Bruno-Schule am Zug teilnehmen konnte, denn im Sommer geht es auf eine weiterführende Schule. „Ich freue mich aber jetzt noch auf die Karnevalsfeier in der Schule, denn die ist auch immer sehr, sehr lustig.“

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