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Bewohnerparkgebiet bietet Schutz vor Fremdparkern in Wohnstraßen von Düsseldorf

Parkprobleme in Düsseldorf : Politiker wollen Fremdparker fernhalten

Seit vielen Jahren häufen sich die Beschwerden über fehlende Parkmöglichkeiten rund um den Flughafen. Neue Parkscheibenregelungen sollen jetzt in den Straßen von Unterrath und Lichtenbroich Abhilfe schaffen.

In den Wohnstraßen Am Königshof, Am Klosterhof, Kelsweg, Mintarder Weg und am Anfang des Lichtenbroicher Weges besteht ein hoher Parkdruck. Anwohner finden deshalb dort öfter keinen Parkplatz. Der Grund für den Stellplatzmangel ist, dass private Stellflächen nicht ausreichend vorhanden sind und die zahlreichen Beschäftigten der angrenzenden Gewerbebetriebe entlang der Hamborner-, Gladbecker Straße und dem Franz-Rennefeld-Weg in den Wohnstraßen nach einem Parkplatz suchen. Die Verwaltung sieht deshalb die Voraussetzungen für ein Bewohnerparken als gegeben an und möchte das bereits bestehende Bewohnerparkgebiet ausweiten.

Damit sollen auch die sogenannten Flughafenparker aus dem Gebiet ferngehalten werden, über die sich seit vielen Jahren die Anwohner besonders zu den Ferienzeiten beschweren. Dabei handelt es sich um Wagen von einzelnen Reisenden, die Parkgebühren sparen wollen, teilweise werden aber auch ganze Straßenzüge systematisch von Parkfirmen zugestellt, die mehr Aufträge annehmen, als tatsächlich Plätze auf dem eigenen Firmengelände vorhanden sind.

„Es ist eine untragbare Situation, die sich von Jahr zu Jahr verschärft. Anwohner, die diese Fahrer ansprechen, werden oft wüst beschimpft und teilweise sogar bedroht“, sagt Monika Growe (SPD), Mitglied in der Bezirksvertretung 6. Das Gremium hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Anfragen und Anträge zu diesem Thema gestellt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Growe rechnet nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder mit verstärktem Fluggastaufkommen und damit auch wieder mit einer starken Belastung durch die Fremdparker.

Für Anwohner besteht nun die Möglichkeit, gegen eine Verwaltungsgebühr eine Sonderparkberechtigung für das neue Parkgebiet zu erhalten. Kunden und Besucher können künftig werktags von 9 bis 20 Uhr unter Verwendung einer Parkscheibe mit einer Höchstparkdauer von zwei Stunden in dem Gebiet parken. Damit werden die Parkzeiten auch den allgemeinen Vorgaben im Stadtgebiet angepasst und dienen somit der Vereinheitlichung. Bislang galt in dem Quartier die tägliche Parkzeit von 10 bis 17 Uhr mit einer Höchstparkdauer von vier Stunden.

Die Bezirksvertretung 6 begrüßt die von der Verwaltung angekündigten Maßnahmen ausdrücklich, sie reichen den Politikern aber noch nicht aus. Sie wollen in noch mehr Wohnstraßen durch weitere Einschränkungen das Parken für Menschen, die dort nicht wohnen, unattraktiv machen. Die Politiker haben die Verwaltung aufgefordert, in allen Wohngebieten in Lichtenbroich Bewohnerparken mit Parkscheibe einzurichten. Zudem soll im schon bestehenden Bewohnerparkgebiet Unterrath-West die Parkscheibenregelung in den Wohngebieten südlich der Airport-City, insbesondere am Meisenweg und den umliegenden Straßen, von 11 bis 15 Uhr auf täglich 8 bis 18 Uhr ausgeweitet werden. Nur so könne das Zuparken der Anliegerstraßen verhindert werden, sind die Mitglieder der Bezirksvertretung überzeugt. Einig waren sich diese darin, dass dann aber entsprechende Kontrollen stattfinden müssen, um die Beschränkungen auch durchzusetzen.