In Düsseldorfer Stadtteilen Lebendige Adventskalender stimmen auf Weihnachtszeit ein

Düsseldorf · Von Kirchen, über Kindergärten bis hin zum Landtag – der lebendige Adventskalender bietet ein vielfältiges Angebot. Was der Hintergrund des „Stern über Düsseldorf“ ist.

  Konstanze Meschke und Stephan Pörtner organisieren den Kalender im Stadtbezirk3.

 Konstanze Meschke und Stephan Pörtner organisieren den Kalender im Stadtbezirk3.

Foto: Sophia Kupferschmidt

Kaiserswerth „Wir können nicht erwarten, dass große Menschenmengen in die Kirche kommen, sondern wir müssen zu den Menschen in die Stadtteile gehen“, sagt Konstanze Meschke, Pfarrerin der Evangelischen Friedens-Kirchengemeinde. Gemeinsam mit Stephan Pörtner, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Unter- und Oberbilk, Friedrichstadt und Eller-West organisiert sie den lebendigen Adventskalender „Stern über Düsseldorf“.

An 24 Tagen wird es an 24 Orten ein besinnliches Angebot geben. Vom Seniorenheim über den Tagesaufenthalt „Horizont“ für wohnungslose Menschen bis hin zum Landtag ist vieles geboten. Organisiert wird das Programm meist von den Einrichtungen selbst, so Meschke. Dazu gehören etwa kurze Alltagsimpulse, Weihnachtslieder oder Geschichten. Die jeweiligen Veranstaltungen dauern zwischen 20 und 30 Minuten.

Es ist bereits das 18. Mal, dass die evangelische Friedenskirchen-Gemeinde und die katholischen Gemeinden St. Peter, St. Martin und St. Antonius zu dem Adventskalender einladen. Die Nachfrage seitens der Einrichtungen sei sogar so hoch, dass sie einigen absagen mussten, bedauert Meschke. Bereits im Januar klingelte bei ihr das Telefon, weil sich Einrichtungen anmelden wollten.

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Foto: Bretz, Andreas (abr)

Hintergrund der Aktion ist der Stress in der Weihnachtszeit: „Im Advent reisen viele Touristen nach Düsseldorf, vieles dreht sich in der Weihnachtszeit um den Kommerz“, erzählt die Pfarrerin. Der Adventskalender soll im Vergleich zu dem geschäftigen Treiben einen „Ruhepol darstellen – und zeigen, wie Advent wirklich gemeint ist“.

Die Geselligkeit spiele bei dem „Stern über Düsseldorf“ eine große Rolle, ergänzt Pörtner. Dieser werde so gestaltet, dass jeder die Möglichkeit hat daran teilzunehmen. Lediglich bei der Veranstaltung am Landtag ist im Voraus eine Anmeldung erforderlich, so Pörtner.

Besonders freut sich Meschke dieses Jahr auf das Türchen der Flora-Realschule am 5. Dezember. Die Schüler werden am Abend singend durch die Stadt laufen. „Es war in den vergangenen Jahren eine besondere Stimmung, auch die Passanten haben dann mitgesungen.“

Für den katholischen Pfarrer findet ein Höhepunkt auf dem Kirchplatz vor St. Peter am 14. Dezember statt. Bei dieser Veranstaltung wird Musik von dem etwa 40 Meter hohen Kirchturm gespielt werden. „Das ist ein Selbstläufer, in der Vergangenheit sind sogar Straßenbahnen stehen geblieben.“

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Auch in anderen Stadtteilen gibt es besondere Adventskalender zur Einstimmung in die Weihnachtszeit. Im Düsseldorfer Norden organisiert der Pfarrverband Angerland-Kaiserswerth einen elektronischen Kalender. Täglich verschickt der Verband per WhatsApp oder E-Mail kurze Impulse, die daran erinnern sollen, „worum es in der Adventszeit wirklich geht – um die Geburt Jesu“, schreibt der Pfarrverband.

In Flingern und im Düsseltal gibt es dagegen einen Adventskalender vom ökumenischen Arbeitskreis. Dieser lädt zu nachbarschaftlichen Begegnungen , einem Lied, einer Andacht oder einer Geschichte ein. „Treffpunkt ist draußen vor dem Haus, der Wohnung, auf dem Bürgersteig, im Hof, auf einem Platz oder in einem Innenraum“, schreibt der Arbeitskreis. Dieses Jahr wird von Abend zu Abend eine Futterkrippe aus Holz weitergereicht.

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