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Rheinwohnungsbau in Düsseldorf: Unternehmen wird 90 und vergibt Fördergelder

Geburtstag in Düsseldorf : Rheinwohnungsbau fördert Projekte

Das kirchliche Unternehmen wird in diesem Jahr 90. Statt eine große Party zu feiern, vergibt die Rheinwohnungsbau zum Geburtstag an vier Initiativen in den Kategorien Senioren, Inklusion, Bildung und Nachhaltigkeit Fördergelder.

Das kirchliche Wohnungsunternehmen Rheinwohnungsbau feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag, und weil große Partys nicht wirklich in die Corona-Zeit passen, will das Unternehmen mit Sitz im Medienhafen vier Projekte mit jeweils 7000 Euro fördern. Gemeinsam mit dem größten Gesellschafter, dem Erzbistum Köln, gibt es einen Wettbewerb für Initiativen und Aktionen in den Kategorien Senioren, Inklusion, Bildung und Nachhaltigkeit. Über die eigens für den Geburtstag eingerichtete Internetseite der Rheinwohnungsbau können sich Initiativen aus den vier Kategorien bewerben.

„Es ist uns ein Anliegen, inmitten der Corona-Pandemie besondere Aktionen zu unterstützen“, sagt Geschäftsführer Thomas Hummelsbeck, der sich noch eine Überraschung überlegt hat: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter erhält ein Spendenbudget von jeweils 100 Euro, das an eine soziale Einrichtung gegeben werden soll. Insgesamt arbeiten 67 Menschen in dem Unternehmen, im Topf sind also 6700 Euro.

Die Rheinwohnungsbau verwaltet einen Wohnungsbestand von rund 6300 Wohnungen – 4985 davon befinden sich in Düsseldorf. Der 9. Juli 1931 markiert das Gründungsdatum des Unternehmens, das damals erstmal unter dem Namen Heimwohl AG Mivremia mit einem Aktienkapital von zunächst 50.000 Reichsmark in Köln geführt wurde. Die eingetragenen Kapitalgeber waren Mitglieder des deutschen Adels. Hinter ihnen verbarg sich allerdings der Orden der Steyler Missionare, die ihre Gelder aus dem Vertrieb von religiösen Schriften wegen der Brüningschen Notverordnung von 1930 nicht mehr ausführen durften. Um Beschlagnahmung und strafrechtliche Verfolgung zu vermeiden, investierten die Missionare die Einnahmen in den Bau von Wohnraum. 1937 wurde der Geschäftssitz von Köln nach Düsseldorf verlegt, die Heimwohl AG Mivremia wurde zur Rheinwohnungsbau Aktiengesellschaft

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In den vergangenen neun Jahrzehnten hat sich das kirchliche Wohnungsunternehmen für den Erhalt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eingesetzt. Jetzt können Weggefährten auf der Geburtstagsseite gratulieren. Zu ihnen gehört auch schon Cornelia Zuschke. „90 zu werden zeugt von Jahrhundertwissen, einem starken Generationsvertrag, treuen Wegbegleitern, schwierigen Zeiten, großen Chancen und einem soliden (Bau)Körper(bestand)“, schreibt die Dezernentin. „Mit 90 innovativ und modern zu sein, klingt erst einmal ungewöhnlich, ist aber im Hinblick auf ein leistungsfähiges Wohnungsbauunternehmen ein nur scheinbarer Gegensatz, denn Werte bewahren, schaffen und innovativ zu sein, am Puls der Menschen und der Zeit, ist die Garantie für Nachhaltigkeit und gute Regionsverfasstheit“, so Zuschke.

Info jubilaeum.rheinwohnungsbau.de/