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Unterbilk: Junge und Alte auf Spurensuche in Unterbilk

Unterbilk : Junge und Alte auf Spurensuche in Unterbilk

Senioren und Kinder gestalten gemeinsame Ausstellung mit alten und neuen Fotos aus dem Stadtteil.

Kaum ein Stadtteil hat sich in den letzten Jahren so gewandelt wie Unterbilk. Ganze Straßenzüge wie etwa die Hochstraße im Bereich des heutigen Bürgerparks verschwanden. Die Petrus-Canisius-Kirche am Siegplatz wurde abgerissen, ganz neue Gebäudekomplexe entstanden. Spektakulärstes Beispiel: das Stadttor.

Wie sehr sich das unmittelbare Umfeld auch des Hans-Reymann-Hauses der Awo an der Siegstraße verändert hat, sind jetzt die unterschiedlichen Gruppen der Einrichtung nachgegangen. Und zwar wortwörtlich. Anlässlich des 725-jährigen Stadtjubiläums begaben sich Kinder und Senioren auf Spurensuche. Dabei wurden sie unterstützt durch zwei ehrenamtliche Mitarbeiter des Zentrums plus. Die beiden Hobbyfotografen hatten zuvor im Archiv der Bilker Heimatfreunde gestöbert und etliche hochinteressante alte Ansichten des Stadtteils gefunden und anschließend vergrößert.

Ausgerechnet an einem der heißesten Tage des zurückliegenden Sommers ging es dann gemeinsam los. Und da staunten die Kinder nicht schlecht, als sie von den Älteren erfuhren, dass direkt gegenüber ihrer Einrichtung mal eine ehrwürdige Kirche gestanden hatte. "Einige der Senioren konnten sich noch an ihre Firmung dort erinnern", berichtet Inge Wehrmeister, Leiterin des Zentrums plus. Überraschung rief auch die Ansicht des Platzes der heutigen Düsseldorf Arcaden hervor, wo einmal Kasematten und eher unansehnliche Hütten gestanden hatten. Am größten aber war das Staunen im Medienhafen. "Die Kinder haben verglichen, welche Gebäude noch stehen. Und sie konnten es gar nicht fassen, dass etwa ein ganzes Hafenbecken für den Bau neuer Bürohäuser zugeschüttet worden ist", sagt Dorothea Groth, Leiterin der Jugendfreizeiteinrichtung im Hans-Reymann-Haus.

"Wir können uns alle noch gut etwa an das abgerissene VHS-Studienhaus erinnern", meint Gerhard Bast, einer der beiden Fotografen, die das Projekt begleitet haben. "Aber man darf nicht vergessen, dass diese Kinder im Alter von vier bis sieben, acht Jahren das alles nicht mehr kennen. Sie sind sozusagen Nachgeborene."

Die beiden Rundgänge wurden in einer Fotoausstellung dokumentiert, die jetzt im Zentrum plus, Siegstraße 2 bis Ende Januar zu sehen ist und auch für Nichtteilnehmer höchst aufschlussreich sein dürfte.

Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 60025251.

(RP)