Unterbilk: Familiencafé am EVK sucht ehrenamtliche Helfer

Unterbilk: Familiencafé am EVK sucht ehrenamtliche Helfer

Das Projekt des Kinderschutzbundes in Unterbilk dient als Anlaufstelle für Familien mit jungen Kindern.

Viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, bevorzugen mittlerweile Projekte, die sie für kurze Zeit begleiten können. Damit kann das Familiencafé am Evangelischen Krankenhaus aber nicht dienen. "Wir benötigen Unterstützung für einen längeren Zeitraum", sagt Ute Mones, Leiterin des Familiencafés, das ein Projekt des Kinderschutzbundes ist.

Schließlich geht es bei dem Angebot im Haus Kirchfeldstraße 48 darum, dass sich Familien mit Kindern bis drei Jahren dort ein bisschen wie in einer Großfamilie aufgehoben fühlen. Oft sind es Eltern von kleinen Kindern, die neu in der Stadt sind und dort ihre ersten Kontakte knüpfen, bis sie richtig eingelebt sind. Andere nutzen auch die intensive Beratung. "Das funktioniert nicht, wenn wir ständig wechselnde Mitarbeiter hier haben", sagt Mones. Schließlich benötigen die kleinen Kinder vertraute Gesichter, wenn sie mit den Ehrenamtlern spielen, während sich Mutter oder Vater mit anderen austauschen oder sie sich beraten lassen. "Im Schnitt waren im vorigen Jahr zwölf Familien in einer Öffnungszeit bei uns", sagt Mones.

Der offene Treff wird jeweils montags und dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr angeboten sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Eltern können mit Kindern bis zum Krabbelalter auch mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr kommen. Eine Kinderbetreuung gibt es donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr. Für sie müssen sich die Familien vorher anmelden.

Damit sich die Ehrenamtler abwechseln können und genügend Betreuer da sind, wenn andere Urlaub machen, benötigt das Familiencafé etwa 18 freiwillige Helfer. Zurzeit sind es nur elf. Die Zusammensetzung sei meist sehr gemischt, sagt Mones. Von Studenten Anfang Zwanzig bis Mitte Siebzig sei derzeit das Altersspektrum der Ehrenamtler. Sie helfen, das Frühstück vorzubereiten und sind Ansprech- und Spielpartner für Eltern und Kinder. Wie enge Kontakte dabei entstehen können, erfuhr Ute Mones, als sie einmal eine Familie, die längere Zeit das Café besucht hatte, beim Floraparkfest in der Nachbarschaft später wiedertraf. Die hat ein Foto, das ihr Kind und eine Mitarbeiterin des Cafés beim Vorlesen zeigt. "Auf die Frage, wer denn auf dem Bild sei, antwortet das Kind immer noch: ,die Oma in Düsseldorf'."

Kontakt Interessenten wenden sich per E-Mail an mones@kinderschutzbund-duesseldorf.de oder info@kinderschutzbund-duesseldorf.de, Telefon: 0211 6170570

(RP)