Düsseldorf-Unterbilk: Geköpfte Laternen am Kirchplatz

Kurioses aus Düsseldorf : Geköpfte Laternen am Kirchplatz

Immer wieder rammen Autofahrer die Masten. Meistens bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen. Jetzt überlegt sie, einen Anfahrschutz zu bauen.

Am oberen Ende der Laterne vor Rachid Dahbis Vitamin Insel ragen nur noch zwei lange Drähte raus. Die Laterne nebenan, gleich vor dem Blumenstand am Kirchplatz, sieht genauso aus. Das gleiche gilt für die dritte Laterne am Aufzug, der zur U-Bahnstation führt. Man könnte fast meinen, das muss so sein, weil entlang des Fürstenwalls die Mehrheit der Straßenlampen so aussieht. Leuchten können sie alle nicht mehr, „sie sind alle geköpft worden“, sagt Dietmar Wolf von den Grünen, der nicht weit weg vom Kirchplatz wohnt. Offenbar werden die Laternen immer wieder von Autofahrern beim Rück­wärtsrangieren gerammt. Mit der Folge, dass die Leuchtmittel, die am Mast befestigt sind, abbrechen. Oder die Laternen in eine gefährliche Schieflage geraten, so wie an der Ecke zur Elisabethstraße. Immer wieder beobachtet Rachid Dahbis die Manöver, „einmal hat ein Mast nur knapp meinen Stand verfehlt“, sagt er.

Dabei ist Parken an der Stelle gar nicht erlaubt. Viele würden den breiten Gehweg aber nutzen, um schnell das Auto abzustellen und in den Supermarkt gegenüber zu springen. „Seit es die Parkhilfen gibt, gucken manche Autofahrer gar nicht mehr nach hinten beim Rückwärtsfahren“, sagt Wolf. Die Sensoren erfassen offenbar nicht alle Objekte, zumindest nicht die Laternenmasten am Kirchplatz.

An der Ecke Fürstenwall/Elisabethstraße geriet ein Laternenmast in eine gefährliche Schieflage. Foto: Nicole Kampe

„Im Bereich der Pavillons auf dem Kirchplatz wird etwa jede zweite Leuchte mindestens einmal im Jahr angefahren“, sagt ein Sprecher der Stadt. Die Verursacher würden sich nur in ganz seltenen Fällen melden. Dann bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen. „Ein neuer Mast kostet 1500 Euro, wenn auch die Leuchte erneuert werden muss, betragen die Kosten 2000 Euro“, sagt der Sprecher. Deshalb denkt die Stadt inzwischen darüber nach, einen Anfahrschutz um die Masten am Kirchplatz zu installieren.

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