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Düsseldorf: CDU fordert mehr Verkehrssicherheit in Unterbilk

Verkehr in Düsseldorf : CDU fordert mehr Verkehrssicherheit in Unterbilk

Die Fraktion schlägt Tempo 40 Auf der Bilker Allee vor und will einen Fahrradweg für die Martinstraße.

(nika) Seit Jahren kämpfen Anwohner der Bilker Allee für eine Temporeduzierung. Allen voran Rainer Hirsch, der schon in mehreren Gremien vorgesprochen hatte, Kontakt zu Polizei und Schulleitern aufnahm und zuletzt Unterschriften im Viertel sammelte, um Politik und Stadt noch mal auf die Gefahren zwischen Bilker Kirche und Floragarten aufmerksam zu machen. Die CDU-Ratsfraktion will die Verkehrssicherheit in Unterbilk nun kurzfristig spürbar erhöhen. Dazu geht sie mit zwei Vorschlägen in die politische Diskussion. Einmal schlägt sie Tempo 40 als Verkehrsversuch auf der Bilker Allee zwischen Bilker Kirche und Kronenstraße vor, außerdem fordert die CDU Radfahr-Markierungen auf der Martinstraße. Die Anträge stehen im Verkehrsausschuss am 5. Mai auf der Tagesordnung.

Andreas Hartnigk, Vizevorsitzender des Ausschusses, und Stefan Wiedon, zuständig für Unterbilk/Hafen, sind sich einig: „Seit mehreren Jahren fordern Bürger, Geschäftsleute und Schulvertreter eine Tempobeschränkung auf der Bilker Allee.“ Auch die Polizei hatte sich für ein Tempolimit ausgesprochen. Der Versuch soll sechs Monate dauern. Bewährt habe sich eine solche Regelung etwa auf der Benderstraße nach ihrem Umbau, so Hartnigk. „Tempo 40 führt dazu, dass Autofahrer achtsamer und rücksichtsvoller unterwegs sind.“ Eine größere Beeinträchtigung der Straßenbahnlinie 707 sehen die Politiker nicht. „Wir gehen davon aus, dass der Versuch kurzfristig gestartet werden kann, ohne dass Ampelanlagen umprogrammiert werden müssen.“

Außerdem sollen Radfahrer durch Markierungen auf der Martinstraße besser geschützt werden. Zwischen Volmerswerther Straße und Bilker Kirche entstehe vor allem durch Falschparker immer wieder ein Nadelöhr für Radfahrer, sagt Christian Rütz (CDU), stellvertretendes Mitglied der Fachgruppe Radverkehr. Die Martinstraße werde von Radfahrern stark genutzt und verbinde die Handwerkskammer, mehrere Schulen und die Radhauptnetzachse Fleher Straße mit dem Geschäftszentrum Lorettostraße und dem Rheinradweg. „Radfahrer werden dort häufig zum Ausweichen gezwungen, und es entstehen gefährliche Situationen.“

Vor einer Woche hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) einen sogenannten Pop-up-Radweg auf der Strecke angelegt – auf einer Strecke von rund 100 Metern wurde ie Fahrbahn mit Sprühkreide und Pöllern kurzfristig und kurzzeitig in einen Fahrradweg umgewandelt, um auf die Gefahrensituation hinzuweisen. „Leider kommt der seit Jahren geforderte Umbau des Verkehrsknotenpunkts Bilker Kirche nicht voran. Wir schlagen daher jetzt vor, kurzfristig Radfahr-Markierungen auf der Martinstraße rechts neben den Schienen aufzubringen. Das hat die Stadt in Flingern nach Umbau der Birkenstraße mit großem Erfolg gemacht“, so Rütz.