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Tanz und Musik in Düsseldorf-Unterbach: Die Mangiapanes eröffnen ein Studio

Kommen und Gehen in Düsseldorf : Tanz und Musik in einem Studio

Nico und Mag Mangiapane haben sich trotz Corona ihren Traum erfüllt. Sie hoffen, dass der Lockdown bald ein Ende hat und sie mit ihrem Angebot vor allem Kinder und Jugendliche aus dem Viertel begeistern können.

Einen schlechteren Zeitpunkt für die Erfüllung ihres Traums hätten sich Nico (34) und Mag (38) Mangiapane wohl kaum aussuchen können. Am ersten November eröffnete das Paar ihr Gitarren- und Tanzstudio in Unterbach – nur um es einen Tag darauf zu Beginn des Lockdown light schon wieder schließen zu müssen. Doch die gebürtige Düsseldorfer Tänzerin und der aus Mannheim stammende Gitarrist hatten mit einer derartigen Entwicklung damals schon gerechnet.

Viele pädagogische Aufträge von Schulen waren weggebrochen, zudem muss das Showbusiness bekanntlich schon länger ruhen. Aus der Not beschlossen beide das Wagnis, nun etwas eigenes aufzubauen und sich nebenbei einen langgehegten Wunsch zu erfüllen. „Wir sehen darin auch eine Chance, denn so haben wir dieses Studio hier überhaupt bekommen können. Jetzt können wir uns noch entspannt einrichten und alles für den richtigen Start vorbereiten“, sagt Mag Mangiapane.

Die Räumlichkeiten, die über der Sparkasse zentral am Breidenplatz liegen, sind für das Paar ein Glücksfall. Unterbach sei der ideale Stadtteil, mit dem es schon länger verwurzelt ist. Nun hoffen die beiden, dass sie vor allem Kinder und Jugendliche aus dem Viertel für Gitarrenmusik und Tanz begeistern können. Aber auch für ältere Generationen wird es Angebote wie beispielsweise Workout-Kurse geben. „Auf einen bestimmten Tanzstil will ich mich nicht festlegen, sondern kombiniere verschiedene Stile miteinander zu einer Choreografie zusammen“, sagt Mag Mangiapane, die nach ihrer Musical- und Gesangs-Ausbildung in Hamburg viel Erfahrung bei Aufführungen von Mamma Mia, Tabaluga oder Starlight Express sammeln konnte.

Gitarrist Nico, der jahrelang als Dozent bei Musikschulen unterrichtete, möchte neben der Grundausbildung für E- und Akustikgitarre seinen Unterricht weitestgehend individuell gestaltet. „Ich unterrichte nicht gerne nach Lehrbuch, sondern die Schüler entscheiden, was sie gerne spielen lernen möchten.“ Distanz-Unterricht biete er momentan keinen an. „Ich brauche diesen persönlichen Kontakt zu meinen Schülern. In der Musik geht es schließlich um den Klang“, sagt er. In Zukunft hoffen die beiden Künstler zudem, sonntags ein offenes Musikcafé in ihren Räumlichkeiten veranstalten zu können.

Noch reicht das Ersparte, um die Zwangspause eine Zeit lang überbrücken zu können. „Obwohl unsere Wartelisten schon gut gefüllt sind. Wir könnten quasi direkt loslegen“, seufzt Mag Mangiapane. „Aber wir bleiben in guter Hoffnung, dass unser Traum hier funktioniert. Außerdem muss das Leben irgendwie weitergehen, trotz des Virus.“

Infos unter www.magslota.com