Unterbach : "Segeln ist kein Elitesport"

Beim Tag der offenen Tür informierte die Segelschule am Unterbacher See über ihr Angebot.

Das war schon ein seltsames Gefährt, in das Mia Brock beim Tag der offenen Tür der Segelschule am Unterbacher See da eingestiegen ist. Doch die Vierjährige hatte schnell den Dreh raus, wie das kleine bunte Mini-Hand-Tretboot gesteuert wird. Geschickt drehte sie die Schaufeln hin und her, so dass das Boot sicher durch den Nichtschwimmerbereich fuhr.

"Es ist erstaunlich, wie schnell die Kinder mit der Steuerung zurechtkommen", sagte Silke Krüger, Leiterin der Segelschule am Nordstrand des Unterbacher Sees. "Wir haben die Hand-Tretboote erst vor Kurzem gekauft und wollten beim Tag der offenen Tür einfach mal testen, wie sie ankommen", so Krüger. Eine weitere Neuanschaffung, die beim Infotag präsentiert wurde, war das Mähschiff "SeeQ 2.0". Mit dem Schiff wird das Seegras unter der Wasseroberfläche geschnitten, damit sich keine Boote oder Schwimmer in dem Grün verfangen. Im vergangenen Jahr wurden 1500 Tonnen Gras aus dem See geholt. Mit dem neuen Mähschiff soll das jetzt noch effektiver und schneller gehen.

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Dass die Segelschule Anfang Mai zum Tag der offenen Tür einlädt, ist seit zehn Jahren Tradition. "Wir können uns über Zulauf eigentlich nicht beklagen. Durch die Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer Schulen ist genügend Nachwuchs vorhanden", sagte Krüger. Trotzdem ist es ihr wichtig, den Wassersport regelmäßig der Öffentlichkeit vorzustellen. "Viele denken immer noch, dass Segeln ein Elitesport ist. Dabei kann man sich für 14 Euro ein Boot eine Stunde lang leihen. So günstig ist kein Kinobesuch."

Für Luisa Brock und Tochter Mia hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. "Der erste Kontakt mit dem Wasser hat meiner Tochter sehr gefallen", sagte Brock, die in ihrer Kindheit selbst gesegelt ist. "Ich kann mir gut vorstellen, dass Mia hier bald das Segeln lernen wird", meinte die Erkratherin.

(RP)