Schützenfest in Düsseldorf-Unterbach 1096 Tage seit dem letzten Schützenfest

Düsseldorf · Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Unterbach hat ihre wegen Corona ausgefallene Jubiläumsfeier auf 2025 verschoben.

Brudermeister Elmo Keller ist zufrieden mit dem ersten Schützenfest seit Ausbruch der Pandemie.

Brudermeister Elmo Keller ist zufrieden mit dem ersten Schützenfest seit Ausbruch der Pandemie.

Foto: RP/Dominik Schneider

Eigentlich wäre 2020 das große Jahr für die Unterbacher Schützen gewesen. Doch die Feiern zum 150-jährigen Bestehen der Hubertus-Bruderschaft von 1870 sind der Pandemie zum Opfer gefallen. Und da auch in diesem Jahr nicht langfristig geplant werden konnte, ob sie im gebührenden Rahmen möglich sein werden, haben sich die Unterbacher Schützen entschieden: „Wir werden das 155-Jährige groß feiern“, kündigte Brudermeister Elmo Keller an.

Dennoch wurde auch in diesem Jahr im Dorf in Düsseldorfs Osten gefeiert. Coronabedingt exakt 1096 Tage nach dem letzten Schützenfest wurde am Freitag neben dem Flaggenhissen und Fassanstich eine Ausstellung über die Geschichte des Vereins eröffnet. Am Samstag war die Party im Zelt gut besucht, am Sonntag gab es neben dem musikalischen Frühschoppen vor allem den Schützenzug durch das Dorf, bei dem als Ehrengäste auch die Vorstände der Ortsvereine, befreundete Königspaare sowie Bezirksbürgermeisterin Dagmar von Dahlen zu Gast waren.

„Mit Blick auf die hohen Temperaturen haben wir den Zugweg etwas verkürzt, da der letzte Abschnitt ohne Schatten durch die pralle Sonne geführt hätte. Zudem haben wir zusätzliche Wasserstellen eingerichtet,und unser Oberst hat Marscherleichterung erlassen, so, dass die Schützenbrüder ohne Jacke, Hut und Handschuhe marschieren konnten“, so Brudermeister Keller. Reiter gibt es nicht im Unterbacher Schützenzug, wohl aber drei Kutschen, die neben dem Königspaar vor allem ältere Vereinsmitglieder transportieren.

Für viele Gäste ein Höhepunkt des Festes: die Kirmes auf dem Schützenplatz. Diese wurde überraschend gut besucht. „Der Platz war schon am Freitag rammelvoll“, freut sich Keller, der auch von den Schaustellern positives Feedback bekommen hat – vor der Pandemie seien manche Fahrgeschäfte nicht so gut ausgelastet gewesen wie diesmal.

Am heutigen Montag steht dann der Königsschuss an. Das Ausschießen beginnt um 16 Uhr; vier Bewerber treten an, um beim anschließenden Krönungsball ins Amt eingeführt zu werden. „Unsere Schützenbrüder sind hoch motiviert, nach einer so langen Pause endlich wieder feiern zu können“,sagt Keller.

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