Unterbach : Neue Boote für Unterbacher See

2014 war kein gutes Jahr für die Betreiber. Doch es soll besser werden.

Im Moment herrscht Hochbetrieb am Unterbacher See, und das ist für die Betreiber nicht selbstverständlich. Für das vergangene Jahr etwa fällt die Bilanz eher mau aus. So registrierte der Unterbacher See im vergangenen Jahr nur 110 000 Badegäste, was hauptsächlich am schlechten Wetter lag, wie der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Peter von Rappard, mitteilte. Zum Vergleich: Im Jahrhundertsommer 2003 waren 300 000 Badegäste an den Stränden des Sees, um sich abzukühlen. Für dieses Jahr sieht von Rappard allerdings schon eine Verbesserung. "Wir hoffen, dass das Wetter weiter so warm bleibt." Schon alleine wegen der Umsatzeinbußen, die schlechtes Wetter mit sich bringt. So verzeichnete der Zweckverband einen Rückgang der Einannahmen um 145 000 Euro im Vergleich zu 2013. In diesem Jahr - mit einem eher durchschnittlichen Sommer - wurden 273 000 Euro insgesamt eingenommen.

Dabei rüstet der Unterbacher See auf. So etwa mit dem neuen Aufsichtsboot, das der Zweckverband angeschafft. Das hat einen 15 PS starken Elektromotor und verhält sich wie ein großes Boot, das auch zur Ausbildung neuer Wassersportfans eingesetzt werden kann. Rentieren soll sich auch die Anschaffung neuer zweisitziger Tretboote, die schon jetzt gut genutzt werden. Die größte Investition aber ist wohl das neue Seegras Mäh- und Sammelboot, die "SeeQ2". 270 000 Euro kostet die Spezialanfertigung, die es ermöglicht, das Seegras eben zu mähen und zu sammeln. Wichtig ist das vor allem für die Segler. In niedrigen Gewässern bleiben ihre Boote normalerweise im Seegras stecken. Dies ist der Nachteil vieler Seen in der Umgebung. Der Unterbacher See bleibt nun für sie ein ideales Segelrevier.

(RP)