Stiftungen : Hilfsangebote aus der Nachbarstadt

Die Stiftung Erkrath will bewusst auch Unterbacher unterstützen. Gefördert werden Projekte aus Sport, Kultur, Heimatpflege und auch Umweltschutz.

Gleich in der Präambel der Satzung steht es: Die neu gegründete Stiftung Erkrath ist auch für Personen und Einrichtungen in Unterbach da. Rund 50.000 Euro werden jährlich zur Ausschüttung zur Verfügung stehen, schätzt Vorstandsmitglied und Sparkassenbetriebswirt Christoph Kuhrau vorsichtig den aus 1,3 Millionen Euro Stiftungskapital zu erwartenden Ertrag. Das stattliche Startkapital stammt aus der Stiftung Abendsonne und der Jugendstiftung Erkrath, die als Gründungsinitiatoren der Bürgerstiftung Erkrath sozusagen fusionieren. Hatten die beiden Vorgängerstiftungen noch ganz klar abgegrenzte Zielgruppen im Blick (Senioren in der einen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der anderen), will die neue Stiftung für alle Altersgruppen und vielfältige Förderzwecke da sein.

Sport, Kunst und Kultur einschließlich der Heimat- und Denkmalpflege sind als Förderzwecke in der Satzung genauso genannt wie Umwelt- und Naturschutz oder die Unterstützung einzelner Personen durch Stipendien oder Beihilfen. Das könne auch mal der Kauf einer Waschmaschine sein, wenn jemand in Not geraten ist, gibt Kuhrau ein Beispiel. Auch Projekte, die Vernetzung, Austausch und den Zusammenhalt der Erkrather und Unterbacher Bürger stärken und das Zusammenleben verbessern, können Unterstützung beantragen.

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„Es hat einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, die Bezirksregierung davon zu überzeugen, dass eine Zusammenlegung der beiden Stiftungen sinnvoll ist“, erzählt Erhard Tönjes. Dass es letztlich doch geklappt hat, freut ihn sehr: „Durch die Anerkennung hat mein Lebenswerk die Krönung erhalten.“ Tönjes war in den Vorständen der beiden Vorgängerstiftungen tätig, die Jugendstiftung hatte er zusammen mit einem Nachbarn selbst gegründet. In der neuen Bürgerstiftung wird er als Vorstandsmitglied Stephan Adolphy (Vorsitzender), Jörg Jasper (stellvertretender Vorsitzender) und Christhoph Kuhrau noch eine Weile zur Seite stehen. Mittelfristig möchte er sich aber zurückziehen.

Damit möglichst viele Projekte unterstützt werden können, hofft das Vorstandsteam auf weitere Zustiftungen und Spenden. Wer beispielsweise seinen Namen in Verbindung mit einem guten Zweck auch über den Tod hinaus verankern will, kann bei der Bürgerstiftung Erkrath eine Namensstiftung einrichten. In der Stiftung verzinst sich der Nachlass weiter – und „der Name bleibt endlos erhalten“, erklärt Kuhrau: „Wir hoffen aber auch auf normale Spenden, da diese direkt ausgeschüttet werden können.“ Erste Anträge auf Förderungen sind bereits bei der Bürgerstiftung eingegangen.