Unterbach: Ein Kasperletheater für Unterbach

Unterbach: Ein Kasperletheater für Unterbach

10.000 Menschen waren gekommen, um Kamelle zu fangen und zu schunkeln.

Vier Kilometer Rundstrecke, tonnenweise Kamelle und bunte Kostüme machten den Karnevalssonntag, der passenderweise auf den 11. Februar fiel, zu einer riesigen Sause in Unterbach. Um 11.11 Uhr, drei Stunden vor Start des Zuges, ging es los mit dem Biwak auf dem Breidenplatz. Die Düsseldorfer Karnevalsband "Rhingjold" eröffnete die Show mit dem Mottolied des Karnevalsausschusses: "Karneval ist unsre Sach, mit Herz und Hand für Unterbach". Prinz Jens I. und seine Prinzessin Anette I. begrüßten ihr Volk. "Wir haben so viel Kamelle, dass wir die nachher vom Wagen schmeißen müssen", verkündete ihre Hoheit zur Freude des Publikums. Die Kinderprinzen Ida Marie I. und Maxim I. verlasen ihre Reden vom Blatt und bekräftigten, dass sie bereit seien, zu feiern.

Die Tanzgarde "Weiß-Rot" war zahlenmäßig ausgedünnt erschienen, doch auch zu fünft klappte die Choreografie zum Thema "Fluch der Karibik". Das Blasorchester "Musikzug Wunstorfer Anetaler" spielte überraschenderweise keine Märsche, sondern ein Medley aus "99 Luftballons" und "Skandal im Sperrbezirk". Insgesamt bestand der Zug aus 50 Gruppen und rund 1000 Teilnehmern. Aus der ganzen Region lockt der Unterbacher Zug seit 60 Jahren die Jecken an, so dass die Besucherzahl regelmäßig die 10.000 knackt, wie KA-Präsident Henrik Damgaard weiß. Nach drei Stunden Rundweg endete der Zug wieder am Breidenplatz.

(tpp)