Das Projekt „Helfende Hand“ ist nun auch in Düsseldorf Unterbach gestartet.

Schulwegsicherheit in Düsseldorf : Viele Anlaufstellen für Kinder in Notlagen

Das Projekt „Helfende Hand“ ist auch in Unterbach gestartet. Eine Kita und eine Schule beteiligen sich.

Den Schulweg für Grundschulkinder sicherer zu machen, ist das Anliegen der Elterninitiative „Die helfende Hand“. Diese hat in Unterbach ihr erstes kooperatives Projekt, bei dem die städtische GGS Wichernschule und die evangelische Kita Regenbogenland zusammenarbeiten, an den Start gebracht. Bei dem Konzept von „Die helfende Hand“ engagieren sich Familien, Schulgremien und öffentliche Institutionen gemeinsam mit den örtlich ansässigen Geschäftsleuten. Deren Geschäfte dienen dann als Anlaufstellen für Kinder in Notlagen, die vom aufgeschlagenen Knie über den verlorenen Haus­schlüssel bis hin zu Bedrohungssituationen reichen können. In Düsseldorf konnte der Verein unter dem Vorsitz von Katrin Hegemann in den vergangenen zehn Jahren bereits über 20 dieser Projekte in unterschiedlichen Stadtteilen initiieren.

„Die gelbe Hand, die hilft so gern, das ist bekannt“, singen Kinder vor der Wichernschule in Gelbe-Hand-T-Shirts zum Projektstart. Die ursprüngliche Idee, mit der Gelben Hand Kontakt aufzunehmen, hatten Regenbogenland-Erzieherin Sandra Pankonin und ihre Kita-Leiterin Tanja Schwardtmann. Allerdings sieht das Gelbe-Hand-Konzept nur eine Zusammenarbeit mit Grundschulen vor, so dass die Erzieherinnen mit Kirstin Fust-Sticherling, Leiterin der benachbarten Wichernschule, Kontakt aufnahmen. „So kam die bislang einmalige Kooperation einer Kita mit einer Grundschule zustande“, sagte Simon M. Höhner, aktiv bei der Gelben Hand und Geschäftsführer der Verkehrswacht in Düsseldorf.

Zur Orientierung der Kinder in Notlagen dient ein Logo. Es zeigt eine gelbe Handfläche mit lachendem Gesicht auf einem hellblauen Achteck und ist in vielen Schaufenstern von Einzelhandelsgeschäften in Unterbach zu sehen. „Wir setzen bei unserer Aktion auf inhabergeführte Geschäfte, damit die Kinder in Notfällen einen verlässlichen Ansprechpartner haben, der dann Kontakt mit Schule oder Kita aufnimmt“, sagt Höhner.

Die lokale Organisation der Helfenden Hand liegt bei den Elterngruppen der Schulen, die auch die Geschäfte auswählen. Zur Vorbereitung auf den sicheren Weg zur Schule bleiben Eltern in der Pflicht, sie sollen die Strecke einüben und auf ihre Tücken hinweisen und zugleich Geschäfte als helfende Anlaufstellen der Gelben Hand zeigen.