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Unterbilk: Umbau an Bilker Kirche wird zu teuer

Unterbilk : Umbau an Bilker Kirche wird zu teuer

Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss wollten die Grünen mehr zur Verkehrsführung an der Bilker Kirche wissen. Die Verwaltung legte die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Mehrfach hatte die Bezirksvertretung 3 in den vergangenen Jahren den Rat gebeten, Mittel für die Umgestaltung und Neugestaltung der Umgebung an der Bilker Kirche bereitzustellen. Es gab auch eine Machbarkeitsstudie, allerdings wurden die Ergebnisse nie der BV vorgelegt, da die Kosten von bis zu 4,5 Millionen Euro zu hoch erscheinen. Dennoch wollten die Grünen im Verkehrsausschuss nun von Dezernent Stephan Keller wissen, was da eigentlich wie geplant wurde. Natürlich mit dem Hintergedanken, ob nicht doch — für weniger Geld — eine eventuelle provisorische Umgestaltung möglich wäre.

So schilderte Keller dem Ausschuss die vier denkbaren Varianten und fing mit der kleinsten Lösung an. In der Variante A würde die Verkehrsführung, wie sie heute besteht, beibehalten. Lediglich im Knotenpunkt Bilker Allee/Benzenbergstraße sowie in dem gegenüberliegenden Einmündungsbereich (Bilker Kirche Süd-Ost-Eck) würden die Straßen enger werden. Die Vorteile wären mehr Gehwegflächen und eine übersichtlichere Verkehrsführung. Die Variante B bestünde aus der Variante A und einem Umbau des Knotenpunktes Gladbacher Straße / Bilker Allee / Martinstraße / Neusser Straße sowie der Verlegung der Haltestelle Bilker Kirche gegenüber der heute in Fahrtrichtung Hamm gelegenen Haltestelle. Außerdem würde die Neusser Straße auf zwei Fahrstreifen reduziert. Dafür müssten aber überall auch neue Gleise verlegt werden. Die Haltestellen würden so barrierefrei.

Die Variante C, bei der die Neusser Straße östlich der Bilker Kirche zur Einbahnstraße Richtung Süden umgestaltet würde, hätte nach Ansicht der Verwaltung deutlich weniger Verkehr auf der Bilker Allee östlich der Bilker Kirche zur Folge. Es gäbe eine Linksabbiegemöglichkeit von der Gladbacher Straße in die Neusser Straße.

Bei der Variante D würde die Neusser Straße östlich der Bilker Kirche zu einem Fußgängerbereich umgestaltet. Das Betriebsgleis bliebe erhalten, lediglich Erschließungsverkehr für die angrenzende Bebauung und Taxen wäre zugelassen. Hier würde der Durchgangsverkehr komplett wegfallen. Allerdings sprach Keller auch von den Kosten. So würde schon die Variante A knapp eine Million Euro kosten. Die anderen in der Machbarkeitsstudie genannten Varianten lägen bei rund 6,5 Millionen Euro, wobei sich die Zahlen auf 2007 beziehen, nach heutiger Rechnung müsste man gar noch mit einer Verteuerung von etwa 15 Prozent rechnen.

Gefragt nach kurzfristigen, eventuell provisorischen Änderungen, musste Keller passen. Eine mögliche Attraktivierung des Umfeldes um die Bilker Kirche durch Rückbau von nicht erforderlichen Fahrbahnflächen würde bereits ein Finanzvolumen von etwa einer Million Euro erfordern. "Entsprechende Mittel hierfür sind aktuell im Haushalt nicht vorhanden", so Keller.

(RP)