Golzheim: Uerdinger Straße bekommt Schallschutz

Golzheim : Uerdinger Straße bekommt Schallschutz

Damit es noch leiser wird, sollen die Stützgeländer im Bereich der Tiefstraßen abgebaut werden und durch eine Schallschutzwand ersetzt werden. Im Sommer soll der Umbau beginnen, der rund 700 000 Euro kostet.

Die Uerdinger Straße soll leiser werden. Das fordern viele Anlieger seit langem. Besonders im Bereich von der Rampe zur Theodor-Heuss-Brücke bis zur Tiefstraße Johannstraße soll der Autolärm gedrosselt werden. Das Umweltamt hat die Möglichkeiten der Lärmminderungen dort analysiert und ist zu einer Lösungskombination gekommen: So wurden bereits 2010 ein neuer, leiserer Asphalt in dem Bereich aufgebracht. Außerdem wurden zum Teil in angrenzenden Gebäuden Schallschutzfenster eingebaut.

Als dritten Schritt beschloss der Umweltausschuss Ende vergangenen Jahres, die Stützgeländer im Bereich der Tiefstraße abzubauen und diese auf einer Länge von fast einem Kilometer durch Schallschutzwände zu ersetzen. Der Umbau kostet rund 700 000 Euro und soll im Sommer dieses Jahres erfolgen. Damit will man eine spürbare Entlastung schaffen für rund 1850 betroffene Anwohner.

Von denen waren bislang, wie die Verwaltung ermittelt hat, rund 70 Prozent tagsüber und 82 Prozent nachts gesundheitsgefährdenden Schallpegeln von mehr als 70 Dezibel ausgesetzt. Durch die Kombination von Lärmschutzwand mit dem bereits vorhandenen Flüsterasphalt hofft man, diesen Lärm um insgesamt fünf Dezibel reduzieren zu können. Bereits eine Minderung um drei Dezibel, so die Stadt, entspräche gefühlt einer Halbierung des Lärms.

Die vorgeschlagene Lärmschutzwand soll eineinhalb Meter hoch werden und aus Aluminium sein. Aufgrund der "räumlichen Situation", so die Verwaltung, scheide eine höhere Wand städtebaulich aus. Und auch eine Begrünung ist in der aktuellen Planung nicht vorgesehen.

Diese Pläne haben nun erneut etliche Anwohner auf den Plan gerufen, die sich mit Protestbriefen an die Bezirksvertretung 1 wandten. Viele Anwohner sind mit der Optik der vorgestellten Lärmschutzwände nicht zufrieden. "Außerdem befürchten sie, der Schall könnte von diesen zurückgeworfen werden", wie der stellvertretende Bezirksvorsteher Horst Gieseler berichtet. Darüber hinaus sei auch nicht klar, "wie weit diese Einhausung am Ende überhaupt reicht."

Eine schriftliche Mitteilung der Verwaltung gegen Jahresende konnte da auch nichts ausrichten. Gieseler: "Dadurch haben wir auch nicht viel mehr erfahren. Bürgern, die uns ansprechen, können wir noch immer nichts Konkretes mitteilen." So wird nun voraussichtlich bei einer der nächsten BV-Sitzungen ein detaillierter Bericht der Verwaltung zum Thema Lärmschutz an der Uerdinger Straße auf der Tagesordnung stehen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE