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Heerdt: Thomas-Morus-Kita bekommt Neubau

Heerdt : Thomas-Morus-Kita bekommt Neubau

Im Herbst soll mit den Arbeiten begonnen werden und im Sommer 2014 der Neubau bezugsfertig sein.

Die Kindertagesstätte Thomas Morus gehört zum linksrheinischen katholischen Seelsorgebereich. Weil sie in die Jahre gekommen ist, macht sich die Gemeinde Gedanken, ob und wie sie saniert werden könnte. "Das Bistum zögerte, die Sanierung des Altbaus zu finanzieren", sagt Dechant Michael Dederich, der daraufhin das Problem mit Ratsherrn Giuseppe Saitta besprach. Dieser wusste, dass die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR), eine Tochter der Stadt, auf Anregung des Oberbürgermeisters Dirk Elbers in den Bau von Kindertagesstätten einsteigen will. Er sprach mit dem IDR-Vorstand Denis Rauhut und stellte den Kontakt zwischen der IDR und der katholischen Kirche her. Das Ergebnis: Mit der IDR als Investor, dem Erzbistum Köln und dem Jugendamt plant nun der Kirchenvorstand einen Neubau im Schatten der Bunkerkirche.

Damit wird nun die erste Einrichtung, an der die IDR beteiligt ist, auf den Weg gebracht. "Wir haben das auch Giuseppe Saitta zu verdanken, der sich für einen Neubau in Heerdt einsetzte und Probleme aus dem Weg räumte", betont Dechant Dederichs. Nun steht also dem Bau nichts mehr im Wege, der auf einem kirchlichen Grundstück errichtet und von der katholischen Kirche betrieben wird.

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Vorausgegangen war ein Ideenwettbewerb mit der Auflage, einen spannungsreichen Bezug zur Bunkerkirche unter städtebaulichen Gesichtspunkten herzustellen. Das Düsseldorfer Architektenbüro hpk+p erfüllte die Vorgaben und siegte beim Ideenwettbewerb. Die Jury bestand aus Mitgliedern des Bauausschusses der IDR, Vertretern der katholischen Kirche sowie der Bezirksvertretung 4.

Geplant ist, das alte Gebäude abzureißen. Den Mietern der beiden Wohnungen in dem Gebäude wurden Ersatzwohnungen vermittelt. "Die heutigen drei Kita-Gruppen werden auf zwei reduziert und während der Übergangsphase in Containern betreut", erklärt Dechant Dederichs. Es werde aber kein Kind abgewiesen, weil sich die Kitas sowie so schon im Bereich der Überbelegung bewegten. Es werde nach Augenmaß entschieden, "schließlich sehen wir die Not der Eltern". Bei Fertigstellung der Bunkerkita wird es dann wieder drei Gruppen geben, die auf zwei Etagen Platz haben werden. Bis zum Kindergartenjahr 2014 soll der Neubau bezugsfertig sein. Wohnungen wird es dort keine mehr geben. Die Arbeiten für den Neubau sollen im kommenden Herbst beginnen.

Die Bunkerkirche ist durch den Neubau nicht betroffen. Er wird seitlich angesetzt und die Adresse wie beim Altbau Kevelaerer Straße lauten. Ein Durchbruch zum Kirchenraum ist nicht vorgesehen, doch ist er möglich. "Man könnte die beiden Gebäude verbinden, muss es aber nicht. Auf jeden Fall wird der Neubau die Bunkerkirche nicht in den Schatten stellen", betont Dechant Dederichs. Optisch füge er sich in die Umgebung ein und werde künftig mit dem Denkmal Bunkerkirche eine Einheit bilden beziehungsweise harmonieren.

Geplant ist auch, im Kita-Neubau einen "Beratungsraum" einzurichten. Dechant Dederichs: "Auf Anregung von Gefängnispfarrer Reiner Spiegel, der aus Heerdt stammt, planen wir in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der katholischen Frauen und Männer ein Beratungsangebot für die Menschen am Handweiser." Und zwar in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Pfarrer Jörg Jerzembeck-Kuhlmann, Hüter des Paul-Gerhardt-Hauses an der Heerdter Landstraße. Außerdem könnte dieser Beratungsraum künftig auch ein sogenannter "Netzwerkraum" sein, in dem beispielsweise der Bunkertreff zusammenkommen kann.

(RP/ila)