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Garath: Streitschlichter helfen Klima verbessern

Garath : Streitschlichter helfen Klima verbessern

20 Grundschüler der GGS Neustrelitzer und der GGS Deutzer Straße trafen sich zum Streithelfer-Kongress. Im Mittelpunkt standen Möglichkeiten der Konfliktlösung und der Austausch.

Sie nennen sich Streithelfer oder Streitschlichter, sind in den Pausen zu zweit auf dem Schulhof im Einsatz und haben dafür eine Ausbildung absolviert. Jetzt trafen sich Streithelfer der dritten und vierten Klassen und Kinder, die sich gerade zum Schlichter ausbilden lassen, auf einem kleinen Kongress im Jugendclub der Kinder- und Jugendhilfen. Den hatten die Schulsozialarbeiter organisiert, die die Kinder an den Schulen betreuen.

Schulsozialarbeiterin Maja Wyorski freut sich über das Interesse der Kinder: "Im vorigen Schuljahr wurden zehn Kinder der dritten Klasse der GGS Neustrelitzer Straße zu den ersten Streithelfern an unserer Schule ausgebildet. Auch in der vierten Klasse sind sie in den großen Pausen auf dem Schulhof und helfen ihren Mitschülern Konflikte und Streitigkeiten gewaltfrei zu lösen." Streit beim Fußball, Rangeleien und Schubsen, Beleidigungen – Streit kommt immer wieder vor. Gut, dass die Streithelfer Erste-Hilfe-Regeln kennen, die für ihre Einsätze auf dem Schulhof unverzichtbar sind. "Ausreden lassen, zuhören und nicht beschimpfen", sagt Leonie. Außerdem sei eine kurze Begrüßung durch den Streithelfer unverzichtbar, um wahrgenommen zu werden. In kleinen Gruppen üben sie, wie man das am besten macht. Rollenspiele und Präsentationen gehören dazu.

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An der GGS Deutzer Straße hat Schulsozialarbeiterin Susanne Karis festgestellt, dass die Streitschlichter, wie sie dort genannt werden, das Klima verbessern: "Viele Kinder haben noch nicht das Handwerkszeug, um Konflikte zu lösen. Ich finde es sinnvoll, dass wir da präventiv arbeiten." Und weil mancher Streit und seine Folgen aus eigener Erfahrung kennt, entschließt er sich, Streitschlichter zu werden. Wie Mondo, der in der Ausbildung steckt: "Ich hatte auch schon Ärger und will, dass das anderen nicht passiert." Wenn Lara und Leonie mit ihren leuchtenden Westen auf dem Schulhof unterwegs sind, kommen die Kinder zu ihnen. "Der Streitschlichter darf nicht zu einer Partei halten", sagen sie. Dann gehen die beiden planvoll vor, jeder kommt zu Wort und gemeinsam wird eine Lösung gesucht. Die Situation haben die Mädchen gut im Griff.

Gemeinsam stellen die Teams beim Austausch fest, dass es schwierig ist, einen Massenstreit zu lösen, wie es ihn öfters beim Fußballspiel gibt, und dass häufig gerade die Kleinen aus den ersten Klassen noch sehr viel Streit haben. "Auch die vierten Klassen machen Ärger", sagen sie, sind aber guten Mutes, das weiterhin ohne Erwachsene unter Kontrolle zu bekommen.

Maja Wyorski hat tatkräftige Unterstützung bei der neuen Ausbildung: "Derzeit bewerben sich Kinder aus der dritten Klasse, um die nächsten Streithelfer zu werden. Einige der "alten" Streithelfer wollen über ihr jetziges Engagement hinaus bei der Ausbildung der neuen Streithelfer mithelfen."

(sime)