Stadtteil-Check : Zwischen Idylle und Trubel

Stockum ist ein Stadtteil, der eigentlich alles hat, was man braucht. Eine gute Anbindung, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten – das schätzen Alteingesessene wie Jürgen Fischer und wie Neuzugezogene Sebastian Krüger.

Sein erster Eindruck von Stockum, berichtet Sebastian Krüger, war der Kontrast zwischen der Beschaulichkeit des Stadtteils und dem Trubel, wenn Fortuna spielt oder eine große Messe stattfindet. Seit gut fünf Jahren wohnt er in dem Stadtteil, gebürtig kommt er aus Geldern, war aber schon vor 15 Jahren für seine Ausbildung in die Landeshauptstadt gezogen. Der Norden hatte es ihm von Anfang an angetan, es ging erst nach Kaiserswerth, dann nach Angermund. „Der Umzug nach Stockum war dann ein Glücksfall, weil es gar nicht so einfach ist, eine schöne aber auch bezahlbare Wohnung dort zu finden.“

Tagsüber geht es zur Arbeit im Arbeitsministerium nach Unterbilk, in der Freizeit zeigt er Freunden gerne den Japanischen Garten im Nordpark, „bei schönem Wetter in Kombination mit einem Eis von Ghirloni“. Mit den Freizeitmöglichkeiten ist er zufrieden, dank der Nähe zum Rhein, dem Nordpark, dem Aquazoo, dem Rheinbad und dem Flohmarkt auf dem Messeparkplatz. Auch die Infrastruktur sei gut, vom Schulangebot bis zum Nahverkehr mit U78 und U79 und dem neuen Metrobus M1 nach Benrath. „Wichtig ist mir, dass es vor Ort eine funktionierende Nahversorgung gibt“, sagt Krüger, der sich in der Bezirksvertretung für die Belange der Bürger im Norden einsetzt. In Stockum sei das mit Sparkasse, Bäckereien, Metzger und Gemüse- und Obsthändler der Fall, geschmerzt habe aber der Wegfall des „Kaisers“-Marktes an der Sültenfußzeile. „ Wir sind darum sehr froh, dass bald Aldi einziehen wird.“ Verbessern würde er dennoch einiges – die Stockumer Kirchstraße vom Lkw-Verkehr bei Messen entlasten etwa. Und eine bessere Aufenthaltsqualität im Stadtteilzentrum, „durch Sitzgelegenheiten und eine attraktive Bepflanzung“. Nicole Lange

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