Max-Planck-Gymnasium und Realschule Golzheim erhalten Neubauten

Schulbauten in Stockum : Zwei Schulbau-Großprojekte starten

In der Koetschaustraße haben die ersten Arbeiten für den Ausbau des Max-Planck-Gymnasiums in Stockum begonnen. Mit dem Neubau einer Realschule wird in den nächsten Wochen angefangen.

Rund 2000 Jungen und Mädchen werden ab dem Schuljahr 2020/21 in der Koetschaustraße zur Schule gehen. Bis dahin wird das Max-Planck-Gymnasium erweitert und modernisiert und auf dem Nachbargrundstück ein Neubau für die Realschule Golzheim errichtet, die bislang am Doppelstandort Tersteegenstraße/Felix-Klein-Straße mit dem Georg-Büchner-Gymnasium beheimatet ist.

Die Baustelleneinrichtung für den Erweiterungsneubau des Max-Planck-Gymnasiums und die ersten vorbereitenden Maßnahmen sind bereits im Mai erfolgt. Mit den Rohbauarbeiten wird spätestens im September gestartet. Das Gebäude umfasst einen dreigeschossigen Klassentrakt mit neun Klassen- und sechs Nebenräumen für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Daran schließen sich im Erdgeschoss eine Mensa mit Cafeteria, ein Musikraum und fünf Mehrzweckräume an. Weitere Nebenräume und WC-Anlagen sind ebenfalls geplant. Die Unterrichtsräume werden zum ruhigen Schulinnenhof ausgerichtet, so dass der Straßenlärm der Danziger Straße nicht stören wird.
Wenn der Neubau und die Außenanlagen im Juni 2020 fertiggestellt sind, werden die Räume für die Naturwissenschaften im Bestandsgebäude saniert und das gesamte Gebäude brandschutztechnisch überholt. Insgesamt werden rund 14 Millionen Euro an dem Standort investiert. Davon entfallen 10,5 Millionen Euro auf den Neubau und 3,5 Millionen Euro auf die Sanierung und den Umbau des bestehenden Gebäudes. Die Schule wurde Ende der 1950er Jahre gebaut und mehrfach erweitert und umgebaut. Zuletzt erhielt sie 2010 einen neue Dreifachsporthalle und eine WC-Anlage mit einem Behinderte-WC.

Für rund 25,5 Millionen Euro wird die Realschule Golzheim an der Koetschaustraße/Klapheckstraße ein neues Zuhause erhalten. Standort ist eine alte Außensportfläche in unmittelbarer Nähe des Max-Planck-Gymnasiums. Der geplante Neubau ist auf eine vierzügige Realschule mit bis zu 750 Schülern ausgerichtet. Zudem erhält die Realschule eine neue Dreifach-Sporthalle.

Gebaut wird ein dreigeschossiges Gebäude mit einer hellen Klinkerfassade, das durch einen eingeschossigen Zwischenbau mit der eingeschossigen Sporthalle verbunden wird. 24 Klassenräume und die dazugehörigen Differenzierungs- und Fachräume sind geplant. Der Zugang zur Realschule wird räumlich vom Zugangsbereich des Gymnasiums getrennt. Die Dreifachsporthalle soll in den Abendstunden und am Wochenende auch für Vereinssport zur Verfügung stehen, während das Außenspielfeld ausschließlich durch die Schule genutzt wird. Insgesamt werden 42 Parkplätze auf dem Schulgelände ausgewiesen und 160 Fahrradparkplätze geschaffen.

Mit der Realschule setzt das städtischen Tochterunternehmen IPM (Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH) erstmals ein Projekt in dem sogenannten Totalunternehmerverfahren um. Bei diesem Verfahren wurden in einer europaweiten Ausschreibung auf Basis eines im Vorfeld definierten Bedarfs die Bau- und Planungsleistungen zu einem Pauschalfestpreis abgefragt - und der Auftrag an ein Unternehmen vergeben. Die Arbeiten werden Anfang September beginnen.

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