Kirche baut für 13 Millionen Euro Wohnungen in Düsseldorf Stockum an der Kaiserswerther Straße

Wohnbebauung in Düsseldorf Stockum : Neue Wohnformen im Tagungsort

Mehr als 13 Millionen Euro will die Evangelische Kirche in Stockum investieren.

Die Evangelische Kirche im Rheinland will an der Kaiserswerther Straße 450 eine Tagespflegeeinrichtung sowie Wohnungen für Senioren und Familien errichten. Die Bezirksvertretung 5 hat einer entsprechenden Bauvoranfrage einstimmig zugestimmt. Gebaut werden soll dort, wo derzeit noch das ehemalige Hotel- und Tagungshaus FFFZ steht, das 1993 eröffnet und Ende 2018 geschlossen wurde und nun abgerissen werden soll.

An der Kaiserswerther Straße ist ein U-förmiges Gebäude mit drei Stockwerken geplant. Im Erdgeschoss will die Diakonie Düsseldorf eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren einrichten. In den weiteren Stockwerken sollen Wohnungen für betreutes Wohnen sowie preisgedämpfte Mietwohnungen für ältere Menschen entstehen.

Entlang der Hortensienstraße sind zwei Mehrfamilienhäuser geplant. Deren Wohnungen sollen hauptsächlich an junge Leute oder Personen im mittleren Alter vermietet werden. Ziel ist eine generationenübergreifende Mischung der zukünftigen Bewohner der Kaiserswerther Straße 450. Ein begrünter Innenhof zwischen den Gebäuden soll Platz für Begegnungen bieten. Insgesamt werden in einer Tiefgarage und oberirdisch 54 Stellplätze geschaffen. Acht satzungsgeschützte Bäume müssen für die Bauten gefällt werden. Ersatzpflanzmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt.

Bei der gesamten Baumaßnahme legt die rheinische Kirche Wert auf Nachhaltigkeit. Deshalb soll das Bauvorhaben von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert werden. Mit dem Neubau wird voraussichtlich im Jahr 2021 begonnen. Die Bauzeit wird etwa 22 Monate betragen. Die rheinische Kirche investiert rund 13,5 Millionen Euro in das Projekt.

Das Tagungshotel war ursprünglich als Teilbetrieb des landeskirchlichen Medienzentrums konzipiert und gebaut worden. Mit dem Wegfall des Medienverbandes vor drei Jahren, der am Standort unter anderem ein Fernsehstudio und zwei Rundfunkstudios betrieb, verlor das Hotel seine ursprüngliche Funktion und verursachte zuletzt ein jährliches Defizit von 500.000 Euro. Deshalb wurde die Aufgabe und nun der Abriss des Gebäudes beschlossen.

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