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Stockum: Fashion House: Es bleibt beim Abriss

Stockum : Fashion House: Es bleibt beim Abriss

Das Fashion House konnte mehrere neue Mieter gewinnen. Das ändert aber nichts an den Plänen, die beiden Gebäude abzureißen und das Areal neu zu entwickeln. Unter anderem sind dort Wohnungen geplant.

Für Verwirrung sorgt zurzeit eine Veröffentlichung der CM Immobilienmanagement GmbH, die im Juni das Centermanagement des Fashion House übernommen hat. Mitgeteilt wird, dass mehrere neue Mieter gewonnen werden konnten. Da in diesem Zusammenhang von langfristigen Mietverträgen gesprochen wird, gehen einige Bürger nun davon aus, dass damit der geplante Abriss der beiden Häuser vom Tisch sei. Die Siedlergemeinschaft Düsseldorf Nord beispielsweise schickt bereits eine solche Fehlinformation an ihre Mitglieder.

Fakt ist aber, dass die beiden Fashion Häusern nahe der Danziger Straße, die aus den 1970er und 1980er Jahren stammen, keine langfristige Zukunft mehr haben. An ihrer Stelle sollen Wohnhäuser entstehen, deren Erdgeschosse auch für Einzelhandel oder Gastronomie genutzt werden können. "Die Planungen sind noch ganz am Anfang und werden sich länger hinziehen. Deshalb konnten wir bis Ende 2019 Mietverträge abschließen, die möglicherweise auch noch verlängert werden können", sagt Centermanagerin Angelika Heiroth. Sie hat die neuen Vermietungen, unter anderem an den Wäscheanbieter Lascana und den Knaben und Herren Ausstatter Klotz AG, veröffentlicht, weil teilweise der Eindruck entstanden war, dass das Fashion House II, wie das Nachbargebäude, bereits geschlossen sei.

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"Das Fashion House hat 17.000 Quadratmeter und zahlreiche Mieter. Es gibt noch Räume für weitere Mieter und Gastronomie. Zudem haben wir Flächen, die für kurze Zeiten angemietet werden können", sagt Heiroth. Das ist zur anstehenden Modemesse CPD der Fall. Zahlreiche Firmen aus dem In- und Ausland werden ihre Kollektionen präsentieren. "Dann sind wir fast ausgebucht", sagt Heiroth.

Parallel laufen die Planungen für die Umgestaltung des Areals weiter. "Die beiden Bürgerworkshops wurden durchgeführt und die Ergebnisse wurden in das Konzept eingearbeitet", sagt Jörn Zurmühlen von der CR Investment Management GmbH, welche den Eigentümer der Fashion Häuser vertritt. Starke Proteste hatte etwa hervorgerufen, dass über den Bau von rund 40 Meter hohen Hochhäusern in der Mitte des Areals nachgedacht wurde. Anwohner befürchten eine Verschattung ihrer Grundstücke und finden, dass ein Hochhaus prinzipiell nicht zur Umgebung passt. Auch war vielen Bürgern die Bebauung zu dicht geplant. "Wir haben vereinbart, dass bei der Überarbeitung der Pläne diese Bedenken berücksichtig werden, etwa die Bauten nicht höher als die jetzigen Fashion Häuser ausfallen sollen", sagt Baudezernentin Cornelia Zuschke. Im Frühjahr soll der Verwaltung der neue Plan vorgestellt werden. Entspricht er den Abmachungen, kann die frühzeitige Bürgerbeteiligung starten.

Auf dem Areal sollen ansonsten 400 bis 500 Wohnungen, Einzelhandel, 350 bis 450 Arbeitsplätze in Büros, ein Hotel mit 100 bis 120 Zimmern und eine Kita mit 70 bis 90 Plätzen entstehen. Der Abstand zur bestehenden Wohnbebauung wird zwischen 25 und 65 Metern betragen. Zur Danziger Straße hin soll der Schallschutz entweder durch einen großen geschlossenen Gebäuderiegel oder durch Glaswände erfolgen. Die Stockumer befürchten, dass diese geschlossene Fläche künftig den Lärm der stark befahrenen Straße in ihr Wohngebiet reflektieren könnte.

(brab)