Fashion-Häuser an der Danziger Straße sollen Wohnungen werden

Stadtteilquartier im Düsseldorfer Norden: Unternehmer kauft Fashion-Häuser - 500 Wohnungen geplant

Die Fashion-Häuser an der Danziger Straße sollen entwickelt werden. Gekauft hat sie nun ein Düsseldorfer Unternehmer namens Patrick Schwarz-Schütte. Er will dort bis zu 500 Wohnungen und eine Kita bauen lassen.

Patrick Schwarz-Schütte dürfte eines der schönsten Büros in Düsseldorf haben. Er arbeitet in den oberen Etagen des Dreischeibenhauses, und mit dem spektakulären Hochhaus verbinden die Düsseldorfer den Unternehmer seit einigen Jahren auch. Er kaufte das Gebäude mit seinem Unternehmen Black Horse Investments und sanierte es aufwändig.

Aus seiner Büroetage kann der 61-Jährige nun sein nächstes Großprojekt ins Auge fassen. Schwarz-Schütte bestätigt die Information unserer Redaktion, dass er die Fashion-Häuser an der Danziger Straße gekauft hat. "Ja, das stimmt. Es reizt mich, dieses Stadtteilquartier im Düsseldorfer Norden zu entwickeln."

Von 500 Wohnungen sollen 40 Prozent preisgedämpft oder gefördert sein

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Die Fashion-Häuser sind in den siebziger und achtziger Jahren gebaut worden. Als die Modemesse schwächer wurde, kam es zum Verkauf der Gebäude. Jetzt geht es um die Frage, wie der Standort weiterentwickelt wird. In zwei Bürger-Workshops wurden Ideen vorgestellt und Kritik entgegengenommen. Vor allem die Idee, in der Mitte des Geländes an der Schnellstraße rund 40 Meter hohe Wohntürme unterzubringen, stieß auf Ablehnung. "Dem werden wir uns nicht widersetzen", so Schwarz-Schütte.

Auf dem Areal ist an bis zu 500 Wohnungen und eine Kita gedacht, das Handlungskonzept Wohnen wird umgesetzt. 40 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert oder preisgedämpft (Kaltmiete 9,60 Euro pro Quadratmeter). 350 bis 450 Arbeitsplätze in Büros wären möglich. Restaurants sowie Einzelhandel für den täglichen Bedarf würde Schwarz-Schütte gerne anbieten, verweist aber auf den Rahmenplan Einzelhandel. Auch ein Hotel mit 100 bis 120 Zimmern wird diskutiert, aber angesichts von bis zu 25 neuen Hotels in den nächsten Jahren fragt Schwarz-Schütte, "ob Nummer 26 auch noch nötig ist".

(ujr)