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Bohrung für mögliche Erdwärme in Düsseldorf

Bodenuntersuchungen in Düsseldorf : Bohrung für mögliche Erdwärme

Rund 300 Meter tief wird das Gestein erkundet. Dabei sollen die Bohrkerne auch Erkenntnisse für das gesamte Rheinland ermöglichen.

(brab) Auf dem Gelände des Hauptbetriebshofs des Gartenamtes in der Straße Stockumer Höfe findet zurzeit eine geologische Erkundungsbohrung des Geologischen Dienstes NRW statt. Die voraussichtlich bis zu 300 Meter tiefe Bohrung soll Erkenntnisse über die Potenziale für die klimafreundliche Energie aus Erdwärme bringen. Gleichzeitig sind die anstehenden Untersuchungen auch noch für das Modellprojekt Tiefengeothermie, das gemeinsam mit der Stadt Duisburg Anfang 2022 startet, von Bedeutung.

Die Bohrungen werden sechs bis acht Wochen dauern. Lärm und Erschütterungen treten nur direkt am Betriebshof auf und sind mit einem fahrenden Laster zu vergleichen. Beeinträchtigungen der weit entfernten Wohnbebauung sind nicht zu erwarten. Passanten werden über das Projekt über Informationstafeln aufgeklärt. Ein Zutritt zur Bohrstelle ist nicht möglich.

Bislang wurden die Gesteine in größeren Tiefen im Hinblick auf ihr geothermisches Potenzial nur wenig untersucht. Das soll nun mit der Kernbohrung nachgeholt werden. Dabei werden meterweise Gesteinskerne gewonnen, die später vom Geologischen Dienst NRW wissenschaftlich untersucht und archiviert werden. Die Bohrkerne sollen zum Beispiel Aufschluss darüber geben, wie der Aufbau, die Mächtigkeiten und die Lagerung der Schichtenfolgen im Untergrund gestaltet sind. Weitere Gesteinseigenschaften, wie zum Beispiel die Korngröße, die Wärmeleitfähigkeit oder der Chemismus, werden später in den Laboratorien des Geologischen Dienstes untersucht. Die Ergebnisse dienen auch für die Konstruktion von geologischen Karten und 3D-Modellen.

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Düsseldorf eignet sich gut für das Forschungsprojekt, da hier verschiedene, bis zu 331 Millionen Jahre alte Gesteinsfolgen relativ nah an der Oberfläche auftreten. In der Niederrheinischen Bucht kommen diese sonst nur in größeren Tiefen vor. Mit den Düsseldorfer Ergebnissen lassen sich dann Erkenntnisse für die Vorkommen in größerer Tiefe im übrigen Rheinland ableiten.