Stadtsparkasse Düsseldorf stellt die aktuelle Privatkundenstrategie vor.

Zukunft der Sparkasse : Standort für Geldautomaten gesucht

Die Sparkasse will ihren Service im Norden weiterhin zugänglich machen.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf (SSK) hat der Bezirksvertretung 6 vorgestellt, wie sich die aktuelle Privatkundenstrategie auf den Bezirk 6 (Rath, Unterrath, Mörsenbroich und Lichtenbroich) auswirken wird. So sind in den vergangenen Jahren in den vier Stadtteilen bereits Filialen geschlossen und Geldautomaten abgebaut worden. Der Grund für den Abbau waren zuletzt zahlreiche Überfälle auf die Automaten. Nach heftigen Protesten der Bürger und aus der Politik sind inzwischen die meisten Automaten, so auch der an der Unterrather Straße, wieder installiert worden. „An der Oberrather Straße haben wir allerdings eine sehr geringe Nutzung festgestellt, weshalb dort kein Automat mehr in Betrieb genommen wird“, sagt Dirk Günthör, Direktor Regionalmarkt Nord-West der SSK. Dort wurden nur zwischen 5000 bis 6000 Vorgänge in einem Jahr registriert. „Bei ausgelasteten Automaten sind das bis zu 80.000 Posten“, sagt Günthör. Das kann Ratsherr Marcus Münter (CDU) zwar nachvollziehen, „dennoch werden die Menschen dort einfach im Stich gelassen“. Ähnlich wird von den Bezirkspolitikern die Situation in Mörsenbroich beurteilt. Dort wurden die Filialen an der Haeseler Straße und an der Lenaustraße geschlossen. Selbstbedienungszentren oder Geldautomaten sind an den Standorten Fehlanzeige.

Die Sparkasse erklärt, dass sie an beiden Stellen gerne Automaten installiert hätte. „Die Vermieter sind dazu aber nicht mehr bereit, da sie Überfälle mit Sprengungen befürchten, die Schäden an den Häusern verursachen könnten.“ Schließlich würde jeden Tag in Deutschland ein Automat gesprengt werden. Deshalb sei man in Mörsenbroich weiter auf der Suche nach einem Standort und nehme gerne Vorschläge dafür auf. Den von der Sparkasse ins Auge gefasste Ersatzstandort am Rewe-Markt in der Gartenstadt Reitzenstein halten die Bezirkspolitiker aber für weniger sinnvoll. „Da wohnen viele junge Menschen, die mit Online-Banking arbeiten. Wichtiger wäre ein Automat im Bereich der Münsterstraße“, war man sich einig.

Ende September wird auch die Filiale in Lichtenbroich am Matthiaskirchweg geschlossen. Dort wird bereits nach einem Automatenstandort gesucht. Und dort wird ab Oktober auch der Bus der Sparkasse künftig einmal in der Woche für zweieinhalb Stunden halten. Mit dem Zentrum plus wurde bereits vereinbart, dass sich die Kunden dann an der Einrichtung unterstellen können, solange sie noch nicht an der Reihe sind.

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