Stadtradeln: Süd-Teams sind vorne mit dabei

Düsseldorf-Süd: Süd-Teams sind beim Stadtradeln spitze

Drei Wochen lang sammelten 420 Teams in Düsseldorf Kilometer beim Stadtradeln. Mit Dynamo Wersten und den Henkel-Rad-Löwen kommen zwei Top-Mannschaften aus dem Süden.

Der letzte „Kilometersammeltag“ war am Samstag. Bis 14. Juli können alle Stadtradler ihre Kilometer nun noch eintragen. Erst dann steht fest, wie viele Kilometer die Düsseldorfer drei Wochen lang bei strahlendem Sonnenschein sammelten, und ob sie in diesem Jahr erneut die Eine-Million-Kilometer-Grenze knacken. Bis Freitag waren es schon 879.547 Kilometer. Die vielen Radler aus dem Düsseldorfer Süden steuerten einiges bei. Mit 24 Aktiven gab das Team „Pedale Himmelgeist-Itter“ sein Bestes: „Viele von uns fahren zur Arbeit, und manchmal plant man dann auch einen Umweg ein, um etwas mehr Kilometer zu erradeln“, sagt Team-Kapitän Thomas Hass. Er freut sich, dass in diesem Jahr das Wetter mitspielte. „Für uns ist allerdings die Überquerung der Münchener Straße wegen der Ampelschaltung eine Katastrophe.“

Für das Team der Evangelischen Kirchengemeinde Benrath-Hassels ist es die dritte Teilnahme. 45 Fahrer sind dabei. „Unser Team ist ganz bunt zusammen gewürfelt. Die jüngsten Teilnehmer können gerade Fahrradfahren, die ältesten sind schon lange in Rente“, sagt Nadine Ruchter. Von der Strecke zum Gottesdienst bis zu Alltagsfahrten reichen die Touren. Es geht zum Einkaufen, zur Arbeit, aber auch in die Kita „Ich bin in diesem Jahr ganz viel mit unserem Sohn im Lastenfahrrad zu den unterschiedlichsten Spielplätzen der Umgebung gefahren. Aber wir haben auch den einen oder anderen Freizeitsportler im Team sowie ein Ehepaar, das gerade im Fahrradurlaub war und ganz fleißig Kilometer gesammelt hat“, sagt sie.

Jeder Kilometer zählt beim Stadtradeln. Und so hält es auch die große Gruppe von Dynamo Wersten mit 134 Teilnehmern. Das Team organisierte zwei Radtouren. Doch die meisten der über 30.000 Kilometer kamen im Alltag zustande, weiß Emma Haker: „Viele fahren mit den Rad zur Arbeit. Das sind ganz unterschiedliche Strecken, von der Kurzstrecke bis zur Uniklinik über Fahrten in die nördliche Innenstadt, nach Neuss oder Unterrath und bis zu 18 Kilometer nach Ratingen und auch darüber hinaus.“

Die Kinder oder Jugendlichen fahren in die umliegenden Schulen oder zum Kindergarten. Dazu kommen die Fahrten zum Einkaufen, zur Kirche und natürlich Ausflüge mit dem Rad oder Radfahren als Freizeitsport.“ Dass der Blick auf den „Kilometerstand“ auf der Stadtradeln-Webseite für viele ein Ansporn ist, hat sie bereits festgestellt. Emma Haker, die täglich mit dem Rad unterwegs ist, sieht die Fortschritte, die gerade in der letzten Zeit gemacht wurden. Aber auch den weiten Weg, der noch vor Düsseldorf liegt. „Ich hoffe, dass Düsseldorf das Thema Radverkehr weiter priorisiert und nicht nachlässt“, bilanziert sie die Zeit des Stadtradelns.

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Vom 17. Juni bis 7. Juli traten die „Henkel Rad-Löwen“ mit rund 340 Teilnehmern in die Pedale. Bei der fünften Teilnahme seit 2014, als Düsseldorf das erste Mal beim Stadtradeln mitmachte, stand das Team mit über 82.000 Kilometern unangefochten auf Platz eins. „Es gibt viele „Henkelaner“, die mit dem Rad zur Arbeit fahren und bewusst auf das Auto verzichten, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – oder einfach, weil es Spaß macht.“, sagt Team-Kapitän Hans-Ulrich Klee.

Er hat festgestellt, dass der Großteil der Rad-Löwen Gelegenheits-Radler aus einem Umkreis von rund 15 Kilometern rund um das Werk in Holthausen sind. „Besonders diese Kollegen werden durch das Stadtradeln animiert, ihr Fahrrad wieder flott zu machen und es in diesen drei Wochen öfters zu nutzen“, sagt er. Im Rahmen des Stadtradelns gab es außerdem am 18. Juni den ersten „Bike-to-Henkel-Day“. Alle Henkel-Mitarbeiter, die an diesem Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhren, konnten sich mit sommerlichen Smoothies stärken, ihr Fahrrad checken lassen und an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Dass der Team- und Wettbewerbsgedanke beim Stadtradeln für viele das Salz in der Suppe ist, hält Hans-Ulrich Klee für wichtig: „Es macht einfach Spaß, ein paar Plätze gut zu machen und den einen oder anderen Kollegen abzuhängen.“, sagt der Team-Kapitän. In der Innenstadt wünscht er sich sichere, vom Autoverkehr abgegrenzte Radwege, damit auch Kinder öfter das Rad nutzen können. Aus dem Süden waren zudem noch Radler von der Mosaikschule, dem Annette-Gymnasium und die Urdenbacher Kurbeltreter dabei.