Pepernoten von „van Delft“ in ex-Apotheke : Niederländische Kekse in alter Apotheke

In dem Ladenlokal wurden im Oktober noch Medikamente verkauft. Bei Van Delft gibt es nun kleine Backwaren mit Schokolade, aber auch mit Lakritz-Geschmack und Karamell-Meersalz.

Die Pepernoten-Fabrik Van Delft hat in Düsseldorf ihren ersten Laden eröffnet. Pepernoten sind holländische Kekse, die in Deutschland noch eher unbekannt sind. Der Standort für das erste Van-Delft-Geschäft könnte kaum besser sein, es ist die ehemalige Apotheke am Schadow Platz gegenüber vom Kö-Bogen.

„Als die Apotheke im Oktober den Betrieb aufgab, standen die Räume zur Miete frei. Die Firma Van Delft hat schnell zugriffen“, sagt Ricarda Vinkenflügel, die als Koordinatorin das Geschäft führt. Nur eine Woche dauerte der Umbau, nun ist nichts mehr zu sehen von Medikamentenregalen und dem großen Tresen, über den früher Rezepte gereicht wurden.

Stattdessen finden die Kunden etwa 25 Geschmacksrichtungen der Pepernoten. „Das sind kleine Kekse, die in den Niederlanden jedes Kind kennt“, sagt Ricarda Vinkenflug. Die Basis-Variante ist klein und halbrund, im Geschmack ähnlich würzig wie ein Spekulatius. Seit den 1990er-Jahren gibt es sie auch überzogen mit belgischer Schokolade und mit Glasuren im Geschmack von Zartbitter-Orange, Lakritze, Karamell-Meersalz, Trüffel sowie sogar Gin Tonic und anderen.

Wer sich nicht sicher ist, welche Pepernote für ihn die Richtige ist, kann probieren. Ricarda Vinkenflügel hat mit ihrem Team viele dieser kleinen Keks als Kostprobe vorbereitet und reicht sie den aktuellen hygienischen Regeln entsprechend mit einer Zange an die Kunden. Der Firma Van Delft sei ein gewisser Stil wichtig, sagt Vinkenflügel. „Die Pepernote ist ein Genießer- und Luxusprodukt, mit dem die Niederländer ihren deutschen Nachbarn ein Lächeln schenken möchten.“

Jetzt im Weihnachtsgeschäft funktioniert das, der Verkauf ist gut angelaufen. Gemietet hat Van Delft das Geschäft am Schadowplatz als „Pop Up Store“, also auf beschränkte Zeit. Wenn es gut läuft, bleibt es aber erst einmal dort, „und zwar mindestens über Ostern“, sagt Ricarda Vinkelflügel.