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Stadtmitte: Streit um Brauhaus-Deckel verloren

Stadtmitte : Streit um Brauhaus-Deckel verloren

Trödel-Chef muss 1800-Euro-Rechnung des Schumacher bezahlen.

Mit einem Flop für Trödelmarkt-Chef Artur Gerke ging gestern sein 1800-Euro-Streit mit der Privatbrauerei Schumacher vor dem Amtsgericht zu Ende. Gerke hatte mit seiner Trödel-Crew für die Weihnachtsfeier Ende 2016 das Brauerei-Kaminzimmer an der Oststraße gebucht. Die fällige Rechnung will er damals direkt bar beim Köbes bezahlt haben. Doch der Kellner bestritt das empört. Jetzt hat eine Amtsrichterin der Zahlungsklage der Brauerei stattgegeben. Also muss Gerke nun 1767,60 Euro plus fünf Prozent Zinsen an die Brauerei überweisen.

Beide Prozessparteien hatten Zeugen für ihre jeweilige Version des Abends benannt. So hatte der Köbes im Prozess um den 1800-Euro-Deckel beteuert, er habe damals vom Trödelmarkt-Chef bloß zwanzig Euro Trinkgeld erhalten - und eine Unterschrift auf der Originalrechnung. Doch der Trödel-Chef ließ seine Version der angeblich längst bezahlten Rechnung vor drei Wochen von seiner Frau, von einer Köchin und einem Platzmeister bestätigen. Alle gaben an, beobachtet zu haben, wie Gerke dem Köbes damals "eine Menge Scheine hingeblättert" habe.

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Welche der beiden Seiten hier geflunkert und welche die Wahrheit gesagt haben mag - das ließ die Richterin offen. Sie schloss sich weder der Version der klagenden Brauerei an, noch den Aussagen vom Trödel-Markt-Chef und seiner Entourage. Im Urteil hieß es, keine der Schilderungen sei glaubhafter zu bewerten als die andere. Nur lag die Beweislast hier formell bei dem verklagten Trödel-Chef: Gerke hätte also belegen müssen, dass er damals wirklich alles in bar abgerechnet hat an jenem Abend.

Da er eine Quittung aber nie vorweisen konnte, hatte er vor Gericht nun die schlechteren Karten - und muss die Zeche zahlen. Ob er das Urteil hinnimmt oder per Berufung vors Landgericht zieht, kann er sich noch vier Wochen nach Zustellung des Urteils überlegen.

(wuk)