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Stadtmitte: Serienbetrüger muss länger in Haft bleiben

Stadtmitte : Serienbetrüger muss länger in Haft bleiben

Dauerhaft aus dem Verkehr gezogen hat das Amtsgericht gestern einen Serienbetrüger. An Bahnhöfen und Flughäfen hatte der 38-Jährige immer wieder eine Notlage vorgetäuscht und andere Reisende damit um insgesamt mehrere Tausend Euro geprellt. Allein in Düsseldorf gab er elf solcher Fälle zu. Für die Hamburger Justiz sitzt er bereits eine Haftstrafe wegen ähnlicher Taten ab. Gestern stockte ein Amtsrichter diese Haftzeit für den 38-Jährigen wegen dessen Gaunereien in der Landeshauptstadt um weitere 18 Monate auf.

Laut Geständnis hatte der Angeklagte stets behauptet, ihm sei bei einer Auslandsreise die Börse gestohlen worden, außer seinem Ausweis habe er nichts retten können. Dieses Dokument könnten hilfsbereite Reisende aber gerne abfotografieren - und würden "vorgestrecktes Fahrgeld" für seine angebliche Heimreise dann binnen einiger Tage zurückbekommen. Mit diesem Trick, mit dem er in ganz Deutschland unterwegs war, hatte er allein in Düsseldorf rund 1130 Euro erschwindelt. Dabei stand der Angeklagte wegen ähnlicher Tricks noch unter Bewährung, hatte zudem auch in anderen Städten mehr als hundert weitere Reisende betrogen. Ein Hamburger Gericht verhängte gegen ihn bereits 15 Monate Haft, gestern stockte ein Düsseldorfer Richter die Haftzeit um weitere anderthalb Jahre auf. Und die ursprünglich zur Bewährung ausgesetzte Strafe von drei Monaten wird der Angeklagte zudem absitzen müssen. Gegen den Mann wird weiter ermittelt.

(wuk)