Stadtmitte: Glasbrücke soll abgerissen werden

Stadtmitte: Glasbrücke soll abgerissen werden

Die Verbindung zwischen Kasernenstraße 36 und 67 wird nicht mehr benötigt.

Die Stadt will die gläserne Verbindungsbrücke über die Kasernenstraße abreißen lassen, die seit Ende der 90er Jahre die Hausnummern 36 und 67 miteinander verbindet. Am kommenden Freitag soll die zuständige Bezirksvertretung 1 in ihrer Sitzung über die Pläne abstimmen. Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner geht nicht davon aus, dass es Widerstand gegen den Abriss geben könnte, da bisher keinerlei Bedenken dazu existieren.

Das von 1938 bis 1940 im neo-klassizistischen Stil errichtete Gebäude Kasernenstraße 36 ("Walzstahlhaus") ist denkmalgeschützt, nicht aber die 1998 entstandene Brücke. Sie war damals gebaut worden, um eine gemeinsame Vermietung der beiden durch die Fahrbahn getrennten Gebäude zu ermöglichen. Im Gebäude Kasernenstraße 67 saß bis vor Kurzem die Verlagsgruppe Handelsblatt, die nun an die Toulouser Allee gezogen ist. Im gegenüberliegenden Walzstahlhaus hatte das Unternehmen zuletzt noch seine Kantine, auch die AOK nutzt dort Büros.

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Nach dem Abbruch der Stahl-Glas-Konstruktion kann die Fassade des Denkmals wieder als Natursteinfassade geschlossen werden, wie es in der Vorlage für die Bezirkspolitiker heißt. Auch die Fassade des anderen Gebäudes würde dem Stil des Bauwerks entsprechend erneuert. Die Bezirksvertretung muss über den Abriss entscheiden, weil für den betroffenen Bereich eine so genannte Erhaltungssatzung besteht. Deren Ziel ist es, die unverfälschten Fassaden der Altstadt und der Carlstadt- speziell die horizontal betonten Fassadengliederungen mit ihren gleichen Gesimshöhen - zu erhalten.

(RP)
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