Stadtmitte: Friedrich-Ebert-Straße wird umgebaut

Stadtmitte: Friedrich-Ebert-Straße wird umgebaut

Der Autoverkehr soll vom letzten Stück der Achse zum Hauptbahnhof verschwinden, dafür werden Bäume gepflanzt und Radwege gestaltet. Der Rest der Straße soll punktuell verschönert werden - unter anderem durch grüne Radstelen.

Bis Ende August wird die Friedrich-Ebert-Straße aufwendig neu gestaltet. Das Ziel ist es, die Achse von der Innenstadt zum Hauptbahnhof so zu gestalten, dass sie als Standort für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen aufgewertet wird. Das ist Ziel des Entwicklungsprojekts "Ekiso", zu dem dieser Umbau gehört. Das Wichtigste:

Neben jede Baumscheibe wird eine grüne Stele platziert. Dort lässt sich das Fahrrad anschließen. Foto: Arne Lieb

Bahnhofsbereich Die auffälligste Veränderung, die der insgesamt 1,9 Millionen Euro teure Umbau bringen wird, befindet sich direkt vor dem Bahnhofsvorplatz: Das erste Stück der Straße bis zur Ecke Karlstraße wird komplett umgestaltet. Der Autoverkehr (der dort ohnehin nur eine kleine Rolle spielt) wird ausgesperrt, nur Busse, Anlieger und Lieferanten sollen die Straße weiterhin nutzen; die Zufahrt zum Parkplatz des Bahnhofs ist über die parallel verlaufende Bismarckstraße weiter gesichert.

An der Straße werden 13 Hainbuchen gepflanzt, die auch die acht Bäume ersetzen, die für den Umbau weichen müssen. Die Gehwege werden verbreitert. Wartehallen für die Bus-Haltestellen, Mülleimer, Toiletten und Sitzbänke sollen auf einem parallel zur Straße verlaufenden Pflasterstreifen aufgestellt werden. Geplant sind auch leuchtend grüne Lichtstelen, insgesamt soll der Bereich besser beleuchtet werden. Städtebaulich soll der Bereich gemeinsam mit dem benachbarten Immermannhof ein neues "Tor zur Innenstadt" bilden, wie die städtische Planungsdezernentin Cornelia Zuschke gestern bei der Vorstellung der Pläne sagte. Sie erhofft sich eine Wirkung für das ganze Umfeld. "Der Umbau ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Bahnhofsviertels", sagt Zuschke.

  • Stadtmitte : Bismarckstraße soll schöner werden
  • Stadtmitte : Boomtown am Bahnhof

Rest der Straße Der weitere Verlauf der Straße bis zur Berliner Allee wird nicht komplett umgestaltet, aber durch einzelne Eingriffe verschönert. Dazu zählen neue Sitzbänke und Mülleimer sowie die Neubepflanzung von Baumscheiben. Durch das Projekt soll auch der Radverkehr gefördert werden: Es wird ein durchgehender Radschutzstreifen angelegt - dadurch wird die Straße als Alternative zur parallel verlaufenden Bismarckstraße (Düsseldorfs erste Fahrradstraße) gestärkt. Zur Neugestaltung gehören auch 50 leuchtend grüne Stelen, die neben jeder Baumscheibe stehen und an denen sich das Rad anschließen lässt.

Ekiso Bereits seit zehn Jahren läuft das Entwicklungskonzept Innenstadt-Süd (Ekiso), in dem mit einer breiten Bürgerbeteiligung eine Umgestaltung des Bahnhofsviertels vorangetrieben wird. Die Folge sind viele einzelne Projekte, darunter auch der nun startende Umbau. Die vier Achsen zwischen Innenstadt und Bahnhof stehen bei Ekiso besonders im Fokus, als nächstes soll das Konzept für die Bismarckstraße verfeinert werden. Dazu gibt es heute ein Info-Treffen. Auf dieser Straße soll unter anderem mehr Platz für Außengastronomie geschaffen werden.

Die Ekiso-Projekte stehen in Zusammenhang mit den vielen anderen Bauvorhaben in der Gegend: Stadt und Bahn arbeiten an einer Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, zudem gibt es große private Bauprojekte, insbesondere das Wohnquartier "Grand Central" an der Erkrather Straße.

(arl)