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Stadtmitte: Drogensüchtiger erschwindelt Geldspenden

Stadtmitte : Drogensüchtiger erschwindelt Geldspenden

Mit einer erfundenen Notlage hat ein 44-jähriger Drogensüchtiger am Hauptbahnhof kurz vor Silvester 2016 Passanten um Geld angebettelt - und war dabei ausgerechnet an zwei Staatsanwälte auf dem Heimweg geraten. Wegen versuchten Betruges angeklagt, gab der Mann gestern alle Vorwürfe zu. Tatsächlich habe er am Tattag sein Ticket nach Krefeld bereits in der Tasche gehabt, den Passanten aber vorgelogen, ihm würden noch elf Euro für die Heimfahrt fehlen.

"Ich hatte Geld nötig, um mir Drogen zu kaufen", gestand er. Wie viele Passanten ihm damals wie viel Geld gaben, könne er jetzt nicht mehr sagen. Nun aber wolle er eine Therapie antreten, seine Sucht damit loswerden. Obwohl der Angeklagte wegen früherer Drogendelikte schon vielfach verurteilt worden war, stellte der Richter das Betrugs-Verfahren gegen den Suchtkranken gestern ein, weil die ergaunerte Beute vermutlich sehr gering gewesen ist.

(wuk)