Grafenberg/Gerresheim: St. Martin teilt seinen Mantel am Feuer

Grafenberg/Gerresheim : St. Martin teilt seinen Mantel am Feuer

Stimmungsvoller Zug durch Grafenberg. In Gerresheim ist eine Fackelausstellung geöffnet.

Der fünfjährige Filip hält seine Elefanten-Laterne fest in der Hand. Er hat sie in eine Plastiktüte eingepackt, um sie vor dem Regen zu schützen. Hinter ihm und seiner Mutter knistert das Martinsfeuer auf dem Staufenplatz. Dort teilt Martin dann seinen Mantel mit dem Bettler. Die Feier hat der Bürgerverein Grafenberg organisiert.

Filip ist hat sich mit den anderen Kindern der Carl-Sonnenschein Schule und der Gutenberg Schule in Grafenberg in der St. Ursula Kirche getroffen. Nach einem Gottesdienst, bei dem die Kinder Martinslieder sangen, ging es zum Staufenplatz. Dort bekommt er einen Weckmann mit der traditionellen Pfeife. "Ich fand es schön, den Sankt Martin zu sehen, wie er seinen Mantel teilte", sagt er. Neben Elefanten liefen zum Beispiel auch Igel und Delfine durch die Straßen. Karen Krüger, die die Klasse 1c der Gutenberg Schule leitet, bastelte mit ihren Schülern Stempel-Laternen. "Uns wird ein Oberthema vorgegeben, das jeder Lehrer individuell umsetzt", erzählt sie. In den Fächern Religion und Ethik wird mit den Schülern über den heiligen Sankt Martin gesprochen. Am Montag wurden die Laternen der 340 Schüler der Gutenberg Schule ausgestellt. "Es war eine unheimlich schöne Atmosphäre. Die Lichter wurden ausgeknipst, sodass nur die Laternen die Schule erleuchteten," erzählt Krüger.

Sowie in Grafenberg wird auch in anderen Stadtteilen das Martinsfest gefeiert. Besonders prächtig in Gerresheim. Dort sind mehrere hundert Fackeln in der Aula des Gymnasiums Am Poth bis Sonntag, 10. November von 10 bis 17 Uhr zu bewundern. Am Samstag, 9. November, wird unter dem Laternenhimmel der Martinsball gefeiert (Eintritt zehn Euro). Zwei Martinszüge ziehen durch den Ortsteil: Am 12. November ab 17 Uhr von Quadenhofstraße zur Gustav-Adolf-Kirche und am 14. November ab 17 Uhr vom Gym Am Poth zum Gerricusplatz.

(fege/bro)
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