Rath: Sorge wegen Zunahme des Verkehrs

Rath : Sorge wegen Zunahme des Verkehrs

Bei einer Informationsveranstaltung konnten sich Bürger über den derzeitigen Stand der Planungen und die Ziele für das geplante Neubaugebiet an der Westfalenstraße informieren. Fragen hatten die Zuhörer aber nur noch wenige.

Der CDU-Ortsverband Rath hat erneut die Bürger zu einer Veranstaltung eingeladen, um diese über die derzeitigen baulichen und verkehrlichen Planungen "Nördliche Westfalenstraße" ins Bild zu setzen. Als Gesprächspartner standen Ruth Orzessek-Kruppa, stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamtes, Lutz Schwarz vom Amt für Verkehrsmanagement und CDU-Ratsfrau Sylvia Pantel zur Verfügung. Rund 50 Bürger, darunter Geschäftsleute und Vertreter von Institutionen im Stadtbezirk 6, wie der Mörsenbroicher Bürgerverein, die katholische Kirche, das Rather Familienzentrum und der Verein für soziale Ausgewogenheit in Rath, nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Bedenken vorzutragen.

Weil diese Form der Öffentlichkeitsbeteiligung bereits im Rahmen des Gutachterverfahrens mehrfach durchgeführt wurde, gab es diesmal nicht mehr viele Fragen zu klären. Zumal Orzessek-Kruppa zusicherte, dass alle bereits vorgebrachten Anregungen systematisch abgearbeitet würden. Sorgen bereitet allerdings nach wie vor den Bürgern, wie der Verkehr in das Neubaugebiet abgewickelt werden soll und wie die ohnehin schon stark belasteten Straßen rund um die Westfalenstraße das zusätzliche Verkehrsaufkommen bewältigen können. So wird mit 3900 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen pro Tag durch das neue Wohngebiet gerechnet. Fest steht inzwischen, dass dieses ausschließlich über die Straße Am Gatherhof erschlossen wird. Insgesamt vier Zugänge, manche nur für Lieferverkehr oder nur für Anwohner, sind dafür geplant. Dafür müssen einige Parkplätze wegfallen. Dennoch soll sich das ohnehin vorhandene Parkplatzproblem dadurch nicht verschärfen. "Alle 70 bisher Am Gatherhof bestehenden Parkplätze bleiben erhalten. Eventuell kommen sogar noch welche hinzu", sagt Schwarz. Dies soll durch eine Neuanordnung der vorhandenen Schrägparkplätze in Senkrechtparkstände geschehen. Der dafür und für eine Verbreiterung der Straße zusätzlich benötigte Raum soll vom Bauland abgezweigt werden.

Die Verwaltung arbeitet zurzeit einen städtebaulichen Vertrag aus. Dieser enthält auch die Kosten, die von den Grundstückseigentümern oder Investoren übernommen werden müssen, beispielsweise für die Erschließung von Kanälen und Straßen. "Erst wenn diese Verträge unterschrieben wurden, kann ein Bebauungsplan in die Wege geleitet werden", sagt Orzessek-Kruppa. Für das an der Westfalenstraße gelegene vordere Areal gibt es bereits mit dem Projektentwickler Ten Brinke einen Investor. "Über das hintere Areal werden zurzeit Gespräche mit möglichen Investoren geführt", sagt Orzessek-Kruppa. Sie wollte sich nicht auf einen Zeitrahmen für die weiteren Planungsschritte festlegen lassen. "Das wäre unseriös, denn es gibt noch zu viele Unwägbarkeiten."

(RP)