Oberkassel: Seelsorgebereich wird zur Großpfarrei

Oberkassel : Seelsorgebereich wird zur Großpfarrei

Die linksrheinischen katholischen Kirchengemeinden fusionieren in drei Jahren zu einer neuen Pfarrei. Pfarrkirche wird St. Antonius.

Am 1. August 2008 haben sich die einst selbstständigen katholischen Kirchengemeinden im linksrheinischen Düsseldorf zu einem Seelsorgebereich zusammengeschlossen. Jetzt folgt der nächste Schritt auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft. Denn Pfarrgemeinderat und die beiden Kirchenvorstände von St. Benediktus und St. Antonius haben nach eingehender Beratung einstimmig die Fusion der beiden Pfarreien beschlossen. Sie soll ab 2015 gelten. Im Bereich des Dekanats Düsseldorf Heerdt/Mitte ist der linksrheinische Seelsorgebereich der letzte, der fusioniert. Pfarrkirche der neuen Großpfarrei wird die Oberkasseler St. Antoniuskirche sein, weil sie mit Abstand das größte Gotteshaus im linksrheinischen Düsseldorf ist.

"Wir haben dem Erzbischof vorgeschlagen, dass die Pfarrei einen Doppelnamen tragen soll", klärt Dechant und Pfarrer Michael Dederichs auf. Schließlich gebe es nur eine Pfarrei mit dem Patrozinium des hl. Benediktus im Erzbistum Köln, dagegen gebe es viele St. Antonius-Pfarreien. "So wäre St. Benediktus und St. Antonius" wünschenswert. Dechant Dederichs ist vor allem froh darüber, dass die kirchlichen Gremien die Fusion einstimmig beschlossen haben und versichert: "Durch Fusion und die Bildung einer neuen Pfarrei wird sich das Leben der Gläubigen in unserem Bereich nicht ändern." Einzig bei der Verwaltung werde viel eingespart. "Gibt es bisher im Bereich der Verwaltung zwei Kirchenvorstände und einen Pfarrgemeinderat, so wird es statt dieser drei Gremien nur noch einen Kirchenvorstand geben, der allerdings verstärkt mit Ausschüssen arbeitet. Dechant Dederichs: "Es bleibt uns genügend Zeit, Vorkehrungen zu treffen." Schon jetzt gebe es eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Kirchenvorstände, die sich über die Arbeit in der künftigen Großpfarrei Gedanken macht."

Die einstigen beiden Pfarrgemeinderäte sind bereits vor einigen Jahren erfolgreich zu einem verschmolzen. "Auch wenn St. Antonius Mittelpunkt des katholischen linksrheinischen Düsseldorfs ist, bleiben die anderen Kirchen als Gotteshäuser erhalten", betont Dechant Dederichs. Das sind neben St. Benediktus und Bunkerkirche St. Sakrament in Heerdt, St. Maria, Hilfe der Christen in Lörick sowie und St. Anna in Niederkassel. In Oberkassel an der Friesenstraße befindet sich auch das Pastoralbüro, das Pfarrbüro in Heerdt aber bleibt bestehen.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hatte die Neuordnung der Pfarreien 2007 beschlossen. Grund: schrumpfende Katholiken- und stark zurückgehende Priesterzahlen. Alle Seelsorgebereiche waren aufgerufen, sich zu entscheiden, ob sie eine Fusion mit einem Pfarrgemeinderat und einem Kirchenvorstand bilden wollen oder eine Pfarreiengemeinschaft mit einem Pfarrgemeinderat und zwei Kirchenvorständen. Für die etwas mehr als 13000 Katholiken im linksrheinischen Düsseldorf gilt bis 2015 die Pfarreiengemeinschaft, nach der Fusion wird es nur noch zwei Gremien geben. Leitender Pfarrer bleibt Dechant Michael Dederichs. Nach wie vor sieht er in der Fusion der beiden Seelsorgebereiche eine große Chance.

(RP)
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