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Gerresheim: Schulbus: Eltern fordern mehr Sicherheit

Gerresheim : Schulbus: Eltern fordern mehr Sicherheit

Großer Bahnhof für Schulbusfahrer Frank Rupprecht: An der Haltestelle Rotthäuser Weg erwarteten ihn gestern Morgen Jungen und Mädchen der Grundschule Knittkuhl mit bunten Plakaten und Geschenken.

Sie wollten sich von ihm verabschieden und sich für seine Fürsorge bedanken. Denn das Busunternehmen wird nicht mehr den Schulbus stellen, weil die Verträge im Zuge der Diskussion um die Einstellung des Schulbus-Verkehrs gekündigt worden waren. Jetzt hat der Schulausschuss des Rates zwar entschieden, dass der Schulbusverkehr noch ein Jahr bestehen bleibt. Aber aller Voraussicht nach wird Rupprechts Firma die Busse nicht mehr stellen.

Mehr Sicherheit

Die Kinder hatten Frank Rupprecht lieb gewonnen, weil er sich um sie kümmerte, schon einmal länger wartete, wenn ein Kind verspätet kam. Freundlich und bestimmt sorgte er für Ordnung, achtete beispielsweise darauf, dass die Kinder auf den Sitzen saßen und keine Dummheiten machten. "Das hat die Eltern beruhigt", sagt Anja de Werth. Sie gehört zu der Initiative, die sich für den Erhalt des Schulbusses einsetzt. Ein Busfahrer, der mit Kindern gut umgehe, sorge für mehr Sicherheit bei den Fahrten als ein Fahrer eines Linienbusses der Rheinbahn, der sich nicht allein auf die Kinder konzentrieren könne.

Auch das sei ein Grund für die Forderung, die Schulbusse beizubehalten. Wichtiger sei aber, das die Haltestellen für die Benutzung vieler Kinder zu unsicher seien. Auch der Schulausschuss schätzt das so ein und hat deshalb gefordert, dass die Verwaltung überprüft, ob die Haltestellen und die Überwege sicherer gemacht werden müssen. Der Ausschuss will bis Ende des Jahres über die Prüfergebnisse unterrichtet werden. Für eine Umrüstung bleibe noch Zeit, da der Bus noch ein Jahr fahre.

Von diesem Ergebnis ist die Initiative jedoch enttäuscht. "In vielen Gesprächen wurde signalisiert, dass unsere Forderungen sinnvoll sind, aber der Beschluss des Ausschusses beachtet sie kaum", so de Werth. Beispielsweise längere Grünzeiten der Ampelphasen oder Plexiglasabsicherungen zur Straße hin seien nötig. Immerhin will sich die Bezirksvertretung noch mit diesen Vorschlägen befassen, so Bezirksvorsteher Hanno Bremer.

(RP)