Heerdt : Schützen mit neuen Ideen

Die Schützen gehen neue Wege. Für das Heimat- und Volksfest, das am Freitag startet, hat der Verein ein neues Konzept entwickelt und will damit mehr Bürgernähe schaffen. Welche Neuerungen es gibt, erklärt Heinz-Dieter Werner, Chef der Heerdter Schützen.

Herr Werner, am Freitag startet das Schützenfest in Heerdt — in diesem Jahr mit einigen Neuerungen. Was ändert sich?

Heinz-Dieter Werner Die größte Änderung ist, dass wir unser Fest von fünf auf vier Tage reduziert haben. Fünf Tage waren zu viel, das haben wir auch unseren Mitgliederwünschen entnommen. Weil das Fest verkürzt wurde, haben wir auch das Programm verändert. Nichts ist mehr an seinem Platz geblieben. Und es gibt auch Neues: Erstmals veranstalten wir zum Beispiel am Sonntag einen musikalischen Frühschoppen für die Bürger.

Warum waren diese Änderungen notwendig?

Werner Der Zeitgeist hat sich einfach verändert. Vor 40 Jahren war es selbstverständlich, bei den Schützen zu sein. Das ist heute nicht mehr so und wer darauf nicht reagiert, läuft Gefahr, in die Isolation zu geraten. Wir aber wollen Nachbarschaft mit allen Menschen im Stadtteil. Deshalb haben wir unser Konzept überarbeitet.

Welche Höhepunkte bietet das neue Programm?

Werner Ein Höhepunkt ist zum Beispiel der Freitagabend: Einmalig in Düsseldorf veranstalten wir einen ökumenischen Wortgottesdienst in Mundart. Vorher am Nachmittag haben wir außerdem alle Senioren aus dem Stadtteil eingeladen. Und wenn wir Samstag den König ermitteln, gibt es auch erstmals ein Bürgerschießen mit Kindernachmittag.

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Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Schützen?

Werner Ich wünsche mir, dass wir mehr Akzeptanz erfahren. Wir definieren uns nicht nur über unser Schützenfest, sondern engagieren uns auch sozial im Stadtteil und beteiligen uns zum Beispiel am Martinsumzug.

RP-MITARBEITERIN LAURA IHME STELLTE DIE FRAGEN.

(lai)