Flingern: Schlemmerei aus China bis nach Mitternacht

Flingern: Schlemmerei aus China bis nach Mitternacht

Wer sich im B8-Center nicht auskennt, der weiß auch nicht, dass sich dort ein kleines Juwel für Feinschmecker verbirgt. "Grüne Wiese" heißt das China-Lokal – jedenfalls übersetzt. Der offizielle Name lautet Lu Fung.

Die Besitzer, Wolfgang Weiland und seine Frau Xiaoqiong Ye, setzen alles daran, mit vielen grünen Elementen in dem Lokal dem Namen gerecht zu werden. Seit Mitte Oktober arbeitet das Paar mit seinen fünf Köchen – alle aus China – in dem hellen Lokal, das immerhin Platz für 170 Personen bietet.

Damit hat sich das Ehepaar Weiland nicht nur vergrößert, sondern vervierfacht. Bis Ende August leiteten sie das Restaurant Lung Cyun an der Erkrather Straße. Ein Geheimtipp unter Kennern, für Fans der chinesischen Original-Küche ein Muss. Besonders bei den Chinesen aus der näheren und weiteren Umgebung war das Lokal wegen seiner Authentizität beliebt. Daran hat sich nichts geändert. Kaum hatte das neue Geschäft geöffnet stürmten auch schon die ersten Gäste ins Lu Fung.

"Wir sind nahezu überrumpelt worden", sagt Weiland. Sechs Wochen gab es keine "Kleinen Köstlichkeiten", so heißen die Dim Sum.

Die klassische Karte liest sich wunderbar. Aber wer will schon lesen, wenn er die Leckereien an mehreren Buffet-Inseln vor Augen hat? Ob Mittagsbuffet (ab 4,70 Euro) oder Abendbuffet (maximal 15,50 Euro) – die Auswahl ist groß. Abends ist im Preis sogar das mongolische Barbecue inklusive. Dafür haben die Weilands eigens einen Spezialisten, einen Tabernaki-Experten eingestellt – aus China.

Neben der Vielfalt an Köstlichkeiten sind die Entengerichte und die gebratenen Nudeln besonders empfehlenswert. Wer mag, bekommt auch die für deutsche Gaumen ungewohnten Froschschenkel oder Qualle. Künftig soll es mongolischen Feuertopf geben – Fondue in Brühe. Noch etwas Besonderes hat sich Xiaoqiong Ye einfallen lassen. Im Lu Fung kann man ein ganzes Spanferkel (vor)-bestellen (je nach Größe etwa 150 Euro). "Eine chinesische Spezialität, die wir auch außer Haus liefern", sagt die Chefin.

Und wo gibt es in der Stadt schon die Auswahl von 63 Dim Sum? Die kantonesische Spezialität kommt mundgerecht auf den Tisch. Dafür ist Küchenchef Hai Ming Xu verantwortlich, und es gibt noch einen zweiten Dim-Sum-Meister.

An den wunderbaren Vorspeisen (ab 2,90 Euro) kann man sich so richtig satt essen. Hier gibt es nichts Vorgefertigtes. Der gedämpfte Tintenfisch (3,10 Euro) mit viel Knoblauch ist eine Wucht. Die Teigtaschen mit Krabben schmecken einfach wunderbar. Die Gäste wissen es zu schätzen – oft sind es Besitzer und Angestellte von China-Restaurants, ob aus Wuppertal, Köln oder Viersen. "Wenn die ihr Restaurant schließen, kommen sie zu uns", sagt Wolfgang Weiland. Denn: In der Grünen Wiese ist die Küche bis 0.30 Uhr geöffnet.

China-Restaurant Lu Fung Telefon 1675493, täglich von 12.30 bis 0.30 Uhr, B8-Center, Fichtenstraße 8

www.lungcyun.de

(RP)