Eller : S-Bahnhöfe werden saniert

Ab 2012 sollen in Eller die Bahnhöfe ausgebaut und barrierefrei werden. Für Rollstuhlfahrer sind Aufzüge geplant. Laut der Deutschen Bahn sollen die Modernisierungsmaßnahmen bis Ende 2013 dauern.

An den S-Bahnhöfen in Eller soll es bald schöner, heller und freundlicher werden. Im Bezirksrathaus stellte ein Vertreter der Deutschen Bahn den Umbau der S-Bahnhöfe Eller an der Vennhauser Allee und Eller-Süd an der Karlsruher Straße vor. Schon lange wurde der Aus- und Umbau auf der stark befahrenen Strecke zwischen Essen und Wuppertal, Köln und Langenfeld sowie ins Ruhrgebiet gewünscht. Die Umbauarbeiten gehören zu dem Modernisierungsprogramm der Bahn für über hundert Bahnhöfe.

Geplant ist es, die Bahnsteige auf 96 Zentimeter zu erhöhen, so dass Menschen im Rollstuhl stufenlos und barrierefrei in die Waggons gelangen können. Außerdem soll es neue Oberfläche inklusive taktiler Leiteinrichtungen geben sowie neue Beleuchtungsanlagen. Außerdem sehen die Planungen behindertengerechte Zugänge per Aufzug und Erneuerung der Treppeneinhausungen sowie Wetterschutzhäuser, Sitzbänke und sonstige Bahnsteigausstattung vor. "Alles in allem soll das Erscheinungsbild hell und freundlich sein", sagt Stephan Goertz von der Deutschen Bahn bei seiner Präsentation in der Bezirksvertretung.

"Visitenkarte des Stadtbezirks"

Neben den Modernisierungsmaßnahmen war auch der Graffitischutz Thema. "Was nutzen uns tolle, helle Wände, wenn sie sofort wieder beschmiert werden", fragte ein Bezirksvertreter. Stephan Goertz machte deutlich, dass die neuen Verglasungen in jedem Fall Vandalismus resistenter sein werden, es einen absolut sicheren Schutz aber nicht geben kann.

Mit dem Bau und den Verschönerungsmaßnahmen soll im dritten Quartal 2012 begonnen werden – die Fertigstellung ist für Ende 2013 geplant

Bezirkspolitiker Christian Rütz (CDU) freuen diese Nachrichten. "Wenn das wirklich so kommt, ist das ein toller Fortschritt für den Stadtteil", sagt er. Schließlich seien die Bahnhöfe eine Visitenkarte des Stadtbezirks und sie sorgen für Erreichbarkeit für Tausende Bürger und Pendler. Rund 1200 Menschen fahren täglich von einem der Bahnhöfe in Eller ab oder kommen an. "Der Stadtteil hat noch eine Menge in Sachen Barrierefreiheit nachzuholen", sagt der Politiker und hofft, dass diese Modernisierung auch an Haltestellen im Bus- und Straßenbahnverkehr in den kommenden Jahren fortgesetzt wird. "Die Gesellschaft wird älter, deswegen muss es irgendwann eine völlige Barrierefreiheit geben."

Die Werbegemeinschaft Eller, die sich seit 2007 für einen sauberen Bahnhof einsetzt, ist von den Plänen der Bahn angetan. "Es ist toll, dass eine Veränderung stattfindet", sagt der Vorsitzende Jürgen Hagendorn. "Noch dazu soll der Bahnhof barrierefrei werden. Für den Stadtteil ist das ein toller Fortschritt", findet auch Hagendorn.

(RP)