Ludenberg Reiterhof darf gebaut werden

Ludenberg · Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes muss die Stadtverwaltung den Neubau für 80 Pferde genehmigen. Der Investor hofft, bereits im Mai mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

 Auf diesem Feld neben der Wohnsiedlung soll der neue Reiterhof entstehen.

Auf diesem Feld neben der Wohnsiedlung soll der neue Reiterhof entstehen.

Foto: Thomas Busskamp

Ein neuer Reiterhof entsteht neben der Siedlung am Poßbergweg an der Bergischen Landstraße. Nach jahrelangem Rechtsstreit zwischen dem Investor Peter Kuhles, dem Landwirt des benachbarten Hansenhofs, und der Stadt ist nun nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs geklärt, dass die Reitanlage für 80 Pferde gebaut werden darf. Die Stadt ist jetzt verpflichtet, die Bauvoranfrage zu genehmigen. Kuhles hofft, dass er bereits im Mai mit dem Bau beginnen kann.

Bereits vor fünf Jahren hatte Kuhles beantragt, auf Feldern neben der Wohnsiedlung einen Reiterhof zu errichten. Er wollte seinen landwirtschaftlichen Betrieb damit auf ein breiteres Fundament stellen. Zwar gelten diese Flächen als Außenbereich, in dem nicht gebaut werden darf. Ausnahme sind aber landwirtschaftliche Anlagen. Anwohner und auch die Bezirksvertretung hatten gegen die Pläne Einspruch erhoben, weil die Bewohner benachbarte Wohnsiedlung unter Gestank des Misthaufens, Staub und Lärm beeinträchtigt würden. Zudem werde der Blick in das Landschaftsschutzgebiet verbaut.

Die Stadtverwaltung verweigerte die Genehmigung. Dagegen klagte Kuhles, verlor den Prozess beim Verwaltungsgericht, bekam dann vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) recht. Die Stadtverwaltung wollte dann vor dem Bundesverwaltungsgericht erreichen, dass gegen dieses Urteil Beschwerde eingelegt werden kann. Das lehnte aber das höchste Gericht jetzt ab, das Urteil des OVG ist damit rechtskräftig.

Kuhles plant ein Haus mit 225 Quadratmeter Wohnraum für zwei Wohnungen für die Betriebsleitung des Reiterhofs und eine etwa 11 000 Quadratmeter große Halle für die Pferde. In ihr sollen die Pferde genug Auslauf haben und sich zwischen dem Fressen ausreichend bewegen können. Das komme der Natur der Pferde entgegen, die sich als Herdentiere gerne frei bewegen würden. Mit dem Konzept der großen Auslauf-Halle wird ein Zukunfts-Konzept für artgerechte Pferdehaltung verwirklicht, glaubt Kuhles.

Die Bedenken der Nachbarn, dass der Reiterhof die Wohnsiedlung beeinträchtigt, sind laut Kuhles unberechtigt. Er habe für das Gerichtsverfahren Gutachten für die Geruchs-, Dreck- und Lärmbelästigung erstellen lassen. "Die zu erwartenden Werte erreichen nicht einmal die Hälfte der zugelassenen Grenzwerte", berichtet er.

(RP/ila)
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