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Pläne für den Paulinenpark in Düsseldorf Reisholz

Stadtplanung im Süden : Fitnessanlage im Paulinenpark abgelehnt

Im kommenden Jahr will die Stadt einen Plan zur Aufwertung der Grünanlagen im Süden erstellen. Bis dahin wurde der Wunsch der Bezirkspolitiker, den Reisholzer Park aufzuwerten, abgelehnt.

Der Reisholzer Paulinenpark zwischen Henkel- und Paul-Thomas-Straße ist eine kleine, ordentliche Grünfläche im ansonsten urban und industriell geprägten Stadtteil. Hier gibt es Wiesen und einen zweigeteilten Spielplatz – eine Hälfte für jüngere, eine für ältere Kinder. Auch ein Basketballplatz ist vorhanden. Da es sich um eine der wenigen öffentlichen Grünflächen im Stadtteil handelt, wollten die Politiker der zuständigen Bezirksvertretung 9 dort das Angebot erweitern – angedacht war eine öffentliche Sportanlage. Diese wird jedoch wahrscheinlich nicht kommen – die Stadt hat einen entsprechenden Antrag nun abgelehnt.

Die recht großen Freiflächen des Paulinenparks seien wenig genutzt, so die Argumente der Lokalpolitiker. Eine nicht von Vereinen abhängige, öffentliche Sportanlage könne hier die Attraktivität erhöhen. Denkbar wäre ein Calisthenics-Parks. Bei Calisthenics handelt es sich um eine Trendsportart, bei der Kraft und Körperbeherrschung mittels Eigengewicht und speziellen Vorrichtungen wie Stangen und Barren trainiert werden. Entsprechende Fitnessanlagen gibt es beispielsweise in Wersten, wo das „Green Gym 591“ die größte Outdoor-Fitness-Anlage der Stadt darstellt. Außerdem gibt es Pläne für weitere vergleichbare Anlagen: In Itter wird neben dem Streetball- und Fußballplatz Auf’m Wettsche eine kompakte Calisthenics-Anlage geplant und im Frühjahr 2022 gebaut. Einen weiteren Sportpark, der bald eröffnet wird, gibt es auf dem Gelände der Benrather Hauptschule Melanchtonstraße, und im Jahr 2024 oder 2025 soll im Hasseler Stadtteilpark Stendaler Straße eine weitere Gelegenheit für Outdoor-Fitness umgesetzt werden. „Der Stadtbezirk 9 ist im gesamtstädtischen Verhältnis gut mit Calisthenics-Anlagen ausgestattet“, heißt es auf dieser Basis von der Verwaltung in der Antwort auf die BV-Anfrage.

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Da öffentliche Grünanlagen aber nicht nur dem Sport dienen, sondern auch Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, Erholung und Hundeauslauf sein sollen, sei eine genaue Abwägung erforderlich, um Nutzungskonflikte zu vermeiden. Zu viele Calisthenics-Anlagen seien daher nicht erwünscht.

Eine genaue Analyse, welche Aspekte im Städtebau stärker berücksichtigt werden müssen, sollen die aktuell fortzuschreibenden Grünordnungspläne II bringen. Die Erstellung desselben für den Stadtbezirk 9 ist laut Stadt für das Jahr 2023 geplant. Erst dann werde die genaue Beobachtung der Nutzungsstruktur der Grünflächen zeigen, welche Bedürfnisse der Bürger stärker in den Fokus genommen werden müssen. Wo und was dann in den Grünanlagen des Düsseldorfer Südens aufgewertet werden soll, wird das Ergebnis zeigen.