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Düsseldorf: Bürgerhaus Reisholz verabschiedet Ehrenamtler

Arnim Werner war zehn Jahre lang in der Einrichtung aktiv : Bürgerhaus Reisholz verabschiedet Ehrenamtler

Das vom Jugendamt der Stadt getragene Bürgerhaus Reisholz ist bei den Bürgern in Reisholz und Hassels sehr beliebt. Wenn nicht gerade Corona ist, gibt es an der Kappeler Straße 231 immer jede Menge Veranstaltungen für Groß und Klein. Im Herbst sollen die ersten Veranstaltungen nun wieder anlaufen.

Auch Tennis spielt Arnim Werner für sein Leben gern. Aber letztlich, sagt er, hat ihm kein Hobby so viel Befriedigung verschafft wie sein Ehrenamt im Bürgerhaus Reisholz: „Mit Kindern zu arbeiten, das hält jung.“ In der Einrichtung ist er eines von 150 Mitgliedern des Freundeskreises Bürgerhaus Reisholz, zum anderen war er aber auch der „Spenden-Onkel“, der dafür sorgte, dass es finanzielle Unterstützung für das Haus von seinem ehemaligen Arbeitgeber Henkel gab.

Auf die Idee, diese Quelle anzuzapfen kam Johanna Sudhoff, die seit März 2007 den Freundeskreis leitet: „Ich hatte davon erfahren, dass Henkel Projekte und Einrichtungen unterstützt, wenn sich ein aktiver oder früherer Mitarbeiter engagiert.“ Sie fragte bei Arnim Werner an und stieß auf offene Ohren. Zehn Jahre lang ging der heute 85-Jährige regelmäßig im Bürgerhaus an der Kappeler Straße aus und ein. Vor allem der von Rolf Drüen geleiteten Kinderwerkstatt schenkte er sein Herz und seine Zeit. Ein von den Kindern gemaltes Bild, mit dem dem „Spenden-Onkel“ gedankt wird, hängt bei Werners im Wohnzimmer. Dort soll es ihn an die schöne Zeit erinnern; denn jetzt will der Senior kürzer treten.

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Am Freitagabend wurde er vor der Jahresversammlung von Johanna Sudhoff und Petra Lenhard, Leiterin des Bürgerhauses, mit einer Dankes-Urkunde verabschiedet. Einfach wird das für Werner nicht. „Ich vermisse die Kinder jetzt schon“, sagte er wenige Stunden vor seinem Abschied.

In der Pandemie benötigte das vom Jugendamt getragene Haus zur Durchführung seiner breit gefächerten Angebote keine weitere finanzielle Unterstützung. Im Herbst soll es nach und nach wieder losgehen. Lenhard scharrt schon mit den sprichwörtlichen Hufen. Und auch Johanna Sudhoff, die sich am Freitagabend für weitere zwei Jahre an die Spitze des Freundeskreises hat wählen lassen, freut sich, dass ihre selbst ernannte „zweite Heimat“ ihrem Namen wieder gerecht werden kann. Insgesamt elf Monate war das Haus geschlossen. Kontakt hielten Sudhoff und Lenhard trotzdem. Auch ihre Stellvertreterin Ursula Weber wurde im Amt bestätigt.

Endlich sind auch wieder persönliche Kontakte möglich, wenn auch unter den bekannten Corona-Einschränkungen. So dürfen die Ehrenamtler bei den Veranstaltungen noch nicht helfen. Das, so Sudhoff, soll sich aber bis zum internen Martinsfest ändern. Bei dem Termin kommen so viele Mitglieder des Vereins zusammen wie eben geht. Solche Feste, sagt auch Arnim Werner, stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Stadtteil schätzt eben sein Bürgerhaus und dessen Angebote für Groß und Klein.