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Reisholz: Arabische Schüler aus Israel zu Gast

Reisholz : Arabische Schüler aus Israel zu Gast

15 Jugendliche besuchen für neun Tage das Freie Christliche Gymnasium. Ein Gegenbesuch steht an.

Arabische Musik klingt aus den Boxen. 15 Schüler, die aus dem Ort Shikh Dannun in Israel kommen, tanzen durch den Klassenraum des Freien Christlichen Gymnasiums (FCG). Sie zeigen den deutschen Schülern ihre Tanzschritte. Auf einmal erklingt Helene Fischers "Atemlos". Jetzt lernen die Gäste, darauf zu tanzen. Seit mehr als einer Woche gibt es an der Schule in Reisholz einen Austausch mit der muslimischen Partnerschule Alsalam High School. "Mit Musik, Tanz und Theater verständigen sich die Schüler über jede Sprachbarrieren hinweg", sagt Rolf Hübner, Direktor des Gymnasiums, und ergänzt: "Der Austausch ist etwas Besonderes. Ich wünsche mir, dass der Kontakt intensiviert wird."

Ein befreundeter Pfarrer brachte Organisator Wolfgang Heinrichs vor sechs Jahren auf die Idee der Schulpartnerschaft. Seitdem kümmert sich der Lehrer für Religion und Geschichte jährlich um den Austausch. Mit Kollegen organisiert er dafür unter anderem gemeinsame Theater-Workshops und Ausflüge.

"Mir hat am meisten Spaß gemacht, dass wir uns abends nur mit Schülern am Benrather Schloss getroffen haben", sagt Julia (15) und fügt hinzu, dass sie erst im Gespräch gemerkt habe, wie viel sie gemeinsam hätten: "Wir kommen aus zwei Ländern, die sehr unterschiedlich sind. Aber wir alle wünschen uns Frieden in der Welt."

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Die Austauschschüler sind in deutschen Familien untergebracht. Tarek (17) bei Georg Loer. Dessen Mutter Saideh, selbst Iranerin, ist von der Freundlichkeit und dem Respekt des jungen Arabers beeindruckt: "Er ist ein ganz toller junger Mann. Er macht Hoffnung, dass die nächste Generation alles oder zumindest manches besser machen wird.".

Im Herbst besuchen die deutschen Schüler zehn Tage lang ihre muslimischen Austauschschüler sowie eine jüdische Partnerschule in Haifa. Georgs Eltern waren erst dagegen, dass ihr Sohn nach Israel reist. "Wegen Tarek befürworten wir die Reise nun doch", sagt die Mutter. Der arabische Lehrer Yussuf Mubarki freut sich über den Gegenbesuch. "Erst wenn Menschen zusammen leben, fallen Barrieren. Alle reden über die Globalisierung, aber der menschliche Kontakt fehlt", sagt er: Durch solche Austausche könne mit Klischees und Vorurteilen aufgeräumt werden.

(RP)