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Hellerhof: Regenrückhaltebecken: Baustelle ruht seit Monaten, Wege gesperrt

Hellerhof : Regenrückhaltebecken: Baustelle ruht seit Monaten, Wege gesperrt

Beim Hellerhofer Sportverein ist Horst Fege seit einem Jahrzehnt Wanderführer. Er kennt sich aus in seinem Gebiet rund um Hellerhof. Zu seinen Lieblingsstrecken gehört der Weg durch die Urdenbacher Kämpe nach Baumberg oder Garath und zurück.

Doch seit Monaten kann er die Strecke nicht mehr richtig genießen – wegen einer Großbaustelle. "Wir müssen jetzt einen Großteil des Weges entlang der Straße laufen", sagt Fege. Das empfindet er als unangenehm, nicht zuletzt deshalb, weil sich Radfahrer und Fußgänger den Bürgersteig teilen und gleichzeitig die Autos vorbeirasen. Nur einen Teil des Weges durch die Kämpe könne er nutzen, dann komme ein Zaun, erzählt er. Das Areal ist mit Maschendraht umzäunt, ein Hinweisschild zeigt, dass es hier nicht mehr weitergeht. Allerdings stehen auf dem Schild auch Umleitungsempfehlungen. "Über die Straße", sagt Horst Fege und ist verärgert, dass sich an der Baustelle seit Monaten überhaupt nichts tut.

Mit der Baustelle ist der Bau des Regenrückhaltebeckens gemeint. Damit künftig kein ungeklärtes Wasser in den renaturierten Mühlenbach fließen kann, baut die Stadt am Hellerhofweg eine geschlossene unterirdische Beckenanlage, die später nicht sichtbar ist. Seit vier Monaten ruhen aber die Arbeiten. Das bestätigt Birgit Brennenkamp vom Stadtentwässerungsamt. Wegen der kalten Witterung konnte nicht gearbeitet werden, sagt sie. Sobald das Grundwasser gesunken sei, würden sie fortgesetzt. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist erst im Frühjahr nächsten Jahres zu rechen. Brennenkamp betont, keinen Einfluss auf den gesperrten Wanderweg zu haben. Dafür sei der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) zuständig.

Sicherlich, sagt der verantwortliche Projektleiter Christoph Nietfeld, habe der BRW im Zuge der künftigen Renaturierungsarbeiten bereits Vorbereitungen getroffen – und aus diesem Grunde einige Wege gesperrt. "Inzwischen sind die Wanderwege aber von uns wieder hergestellt", sagt Nietfeld. Im August setzt der BRW seine Arbeiten fort. "Dann wird es auch wieder Sperrungen einiger Wanderwege geben", kündigt Nietfeld an. Dennoch: "Entlang des Mühlenbachs ist kein Weiterkommen möglich", sagt Wanderführer Fege. Der Weg nicht zugänglich, weil dort Sand und Kies aus der Baugrube abgelagert sind. "Unsere Baumaßnahme ist ordnungsgemäß eingezäunt", heißt es bei der Stadt, die auf den BRW verweist.

(RP)