Rath : "Zum Heiligen Kreuz" soll leuchten

Marcus Münter will die unter Denkmalschutz stehende Kirche illuminieren.

Wer nachts am Rather Kreuzweg an der Kirche Zum Heiligen Kreuz vorbeifährt, kann das seit 2009 unter Denkmalschutz stehende Gebäude kaum erkennen. Das liegt daran, dass die Kirche weit zurückgesetzt von der Straße liegt und in der Dunkelheit nicht beleuchtet wird. "Da ist dann nur ein schwarzer dunkler Fleck", sagt Ratsherr Marcus Münter (CDU). Er möchte deshalb die Front des außergewöhnlichen Gebäudes illuminieren lassen. "Das kann ja mit wenig Aufwand passieren. Zwei Strahler, die auch spätnachts ausgestellt werden könnten, um Energie zu sparen, würden wahrscheinlich ausreichen."

Münter erhofft sich von einer Beleuchtung eine Aufwertung des gesamten Areals. "Das ist für mich ein logischer Schritt, nachdem dort das Rather Familienzentrum gebaut wurde, das schon Aufmerksamkeit auf den Standort lenkt." Zudem würde durch eine Beleuchtung auch der als Angstraum empfundene dunkle Durchgang zur Herner Straße erhellt werden. "Ich versuche nun, das Projekt über die Bezirksvertretung 6 voranzutreiben", sagt Münter. Das Gremium hat bereits vor einigen Jahren eine Beleuchtung der Kirche St. Josef in Rath und Maria unter dem Kreuze in Unterrath mitfinanziert.

Die Kirche Zum Heiligen Kreuz, die zur Gemeinde St.-Franziskus-Xaverius gehört und vom Architekten Josef Lembrock entworfen wurde, wird im Mai 60 Jahre alt. Sowohl die Steine der Außenmauer als auch die mehr als 2000 kleinen Glasfenster sind in Form einer Flamme dargestellt. Deshalb trägt der Bau im Volksmund auch den Namen Flammenkirche. Die offene, wie ein Netz wirkende Deckenkonstruktion wurde von Mannesmann entwickelt. Hunderte miteinander verschweißte Tetraeder aus Stahlrohren bilden ein stabiles netzartiges Tragwerk für das Dach. Wegen ihrer Neuheit und Kühnheit fand diese Konstruktion damals internationale Beachtung. "Die Kirche hat verdient, dass man sie besser sieht", sagt Münter.

(brab)