Rath : SV Rath hat jetzt ein Bambini-Team

Georg Dobrowolski bringt den Kindern zwischen fünf und sechs Jahren das Fußballspielen bei. Die Gründung der Mannschaft soll dazu beitragen, dass der Verein zukünftig mehr auf eigene Talente setzen kann.

Finn Zervas wandelt auf den Spuren seiner Vorbilder. Elegant dribbelt der Junge mit dem Fortuna-Trikot um die Hütchen herum, dann zieht er ab und der Ball zappelt im Netz. Der Sechsjährige ist begeisterter Anhänger von Fortuna. "Einen Superlieblingsspieler habe ich nicht, aber Axel Bellinghausen gefällt mir", sagt der Fünfjährige. Einer seiner Helden ist natürlich auch sein Vater Matthias Fenster, der in der Oberliga für den TV Kalkum-Wittlaer spielt und dort die Nummer 10 trägt. Kein Wunder, dass das auch seine Lieblings-Trikotnummer ist. "Ich will später Mal für die Fortuna spielen", sagt er.

Noch trainiert er aber nicht im Schatten der Arena, sondern im Rather Waldstadion, denn Finn gehört zu den sieben Kindern im Alter von fünf und sechs Jahren, die zur neuen Bambini-Mannschaft des Rather SV gehören. Zum Trainerteam gehört auch sein Vater, Matthias Fenster, der wie nun sein Sohn beim Rather SV mit dem Fußballspielen begann. Die Eltern loben den Einsatz der Trainer, die zugleich auch Tröster, Streitschlichter, Spaßmacher, Mitspieler und Erzieher sind. "Die beiden haben ein besonderes Feeling für die Kinder und verstehen es, ihnen Spaß an der Bewegung zu vermitteln", sagen die Eltern.

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An verschiedenen Stationen können die Kids im Training ihr Passspiel und Dribbling verbessern, an ihrer Schusstechnik feilen und ihre Koordination trainieren. "Ich erkenne schon Fortschritte. Wir wiederholen die Übungen bis es klappt", sagt Trainer Georg Dobrowolski, der den Kindern den Umgang mit Körper und Ball dabei auf spielerische Weise näherbringt. Wichtig seien variantenreiche Spiele zum Laufen, Springen, Rollen, Klettern und Balancieren, sie verbessern die Koordinationsfähigkeit. "Die Kinder haben heute motorische Defizite, einigen ist in der vergangenen Woche das Rückwärtshüpfen nicht gelungen. So etwas war früher kein Thema, als ich klein war", so Dobrowolski.

Gerade in diesem Alter komme Fußball im Training erst an zweiter Stelle. Vielmehr seien die Übungseinheiten eine Bewegungsschule, in der der Spaß im Mittelpunkt stehen müsse. "Die Kinder wollen spannende Geschichten, die sie zur Bewegung animieren." Es gehe im Training daher nicht nur um Fußball, sondern um den Spaß. "Im Vordergrund steht das Spielen. Der Ehrgeiz kommt von ganz allein." Da es bei den Bambini noch keinen Spielbetrieb gibt, organisiert das Trainer-Duo Freundschaftsspiele gegen benachbarte Klubs.

Zuletzt waren die Erfolge der Jugendabteilung ein wenig auf der Strecke geblieben. "Wir wollen wieder zu alter Stärke zurückfinden", sagt Dobrowolski. Die Initiative zur Neugründung der Bambini-Mannschaft sei existenziell wichtig für den gesamten Verein. "Jetzt fehlen uns noch eine C- und eine F-Jugend", sagt Dobrowolski.

Die Talentschmiede soll künftig zum Aushängeschild werden: "Wir wollen es schaffen, dass wieder mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft in der Landesliga spielen", sagt Dobrowolski, der sich auf diesem Wege mehr Identifikation mit dem Stadtteilklub verspricht. Finn könnte diese Rolle irgendwann einmal ausfüllen, wenn er dabei bleibt und sein Talent nutzt. Es sei denn, er hat sich bis dahin seinen Traum verwirklicht - und ist der Zehner bei der Fortuna.

(RP)