Rath: Seniorin am Geldautomaten ausspioniert und bestohlen

Rath: Seniorin am Geldautomaten ausspioniert und bestohlen

Weil er ein neues Handy kaufen wollte, hat ein 47-Jähriger im September 2017 in Rath eine Seniorin (86) am Geldautomat einer Bank ausspioniert, verfolgt und ausgeraubt. Unter dieser Anklage wird am Donnerstag (15.3., 9.30 Uhr, Saal E.122) beim Landgericht gegen ihn verhandelt. Mit auf der Anklagebank sitzt als Raubkomplizin eine früher erfolgreiche Immobilien-Maklerin. Die 44-Jährige hat den Überfall auf die Rentnerin gestanden, hat der Seniorin die Raubbeute von 1000 Euro erstattet und 1000 Euro Schmerzensgeld gezahlt. Doch der Mitangeklagte hat bisher bestritten, mit dem Überfall etwas zu tun zu haben.

Die 86-Jährige fühlte sich damals absolut sicher. Vormittags hatte sie bei einer Rather Bankfiliale 1000 Euro abgehoben, war per Bus weitergefahren, hatte auf ihrem Heimweg eine Abkürzung durch eine Nebenstraße nehmen wollen. Doch dort fiel ein Mann über sie her, besprühte sie mit Pfefferspray, seine Begleiterin riss den Einkaufs-Trolley des Opfers weg, nahm aus einem Seitenfach das geholte Bargeld. Die Seniorin kam mit leichten äußeren Verletzungen davon, mit Hautrötungen und einer Augenreizung. Eine Woche später wurde das nun angeklagte Paar festgenommen. Die Auswertung von Videokameras in der Bank und im Bus der Linie 730 hatte Hinweise geliefert. Die Frau gab alles zu. Demnach war sie als Maklerin in die Pleite gerutscht, hatte sich dem Alkohol zugewandt, war dann dem 47-jährigen Mann begegnet. Der soll sich bei ihr eingenistet haben, habe sich wie eine Klette an die Ex-Maklerin geheftet - und sie es habe nicht geschafft, ihn aus ihrem Leben zu drängen.

(wuk)