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Schaffrath will weiter an der Theodorstraße in Düsseldorf Rath bauen

Einzelhandelsentwicklung in Düsseldorf : Schaffrath will weiter bauen

Das Unternehmen hat mehrfach seine Pläne für Möbelhäuser an der Theodorstraße bestätigt. Die Verwaltung kann dennoch keinen ernsthaften Willen erkennen.

Die Bezirksvertretung 6 wollte eindeutig die Möglichkeit zum Bau eines Möbelmarktes an der Theodorstraße offenhalten. Deshalb hat sie nun einem neuen Flächennutzungsplan nicht zugestimmt, in dem die Freiflächen für gewerbliche Nutzungen umgewidmet werden, also etwa für Dienstleistungsunternehmen sowie produzierendes Gewerbe und Handwerk. Die Verwaltung hatte aber mehrfach in verschiedenen Gremien darauf hingewiesen, dass trotz des neuen Planes weiterhin auch Einzelhandel an der Theodorstraße realisiert werden könnte. Für solch eine Nutzung könnte eine Sondergenehmigung erteilt werden.

Von diesem Recht plant die Firma Schaffrath, der dort ein großes Grundstück neben dem ISS-Dome gehört, nach eigenen Aussagen Gebrauch zu machen. Man würde weiterhin an den Planungen für einen Möbelstandort festhalten und hätte bereits mehrfach das Konzept der Verwaltung und der Politik vorgestellt und den Wünschen angepasst. „Wir warten eigentlich nur darauf, von der Stadt grünes Licht zu bekommen. Solange es eine Veränderungssperre gibt, macht es für uns keinen Sinn, einen Bauantrag zu stellen“, sagt Marc Fahrig, Geschäftsführer der Einrichtungshäuser Schaffrath. Geplant werden an der Theodorstraße ein Schaffrath-Möbelhaus, ein Küchenmarkt und das Design-Möbelhaus Sijben.

Die Bezirksvertretung will die Entwicklung des Möbelstandortes vorantreiben. Bereits im November hat sie mehrheitlich einen Antrag verabschiedet, mit dem die Verwaltung gebeten wurde, „umgehend die Gespräche mit der Firma Schaffrath aufzunehmen, um spätestens mit Beendigung der Veränderungssperre an der Theodorstraße die Pläne zur Schaffung eines Möbelhauses umzusetzen.“ Die Verwaltung teilt nun allerdings mit, dass es bislang keinen Antrag auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gebe, ihr bis heute dafür keine Planung vorgelegt worden wäre. „Ein Sondergebiet für einen großflächigen Möbelfachmarkt kann nur mit Mitwirkung des Vorhabenbetreibers geplant werden“, sagt die Verwaltung.

Diese Aussage irritiert die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek (CDU). „Hier steht für mich Aussage gegen Aussage, denn Schaffrath hat uns von sich aus seine Konzepte vorgestellt. Warum sollten die das machen, wenn sie kein ernsthaftes Interesse hätten?“ Auch Marc Fahrig zeigt sich ratlos: „Wir haben mehrfach, auch schriftlich, unseren Willen erklärt, dort bauen zu wollen. Was sollen wir denn noch machen?“