1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Rath

Rath/Lohausen: Reales und Abstraktes auf der Leinwand

Rath/Lohausen : Reales und Abstraktes auf der Leinwand

Ob Erinnerungen an den Urlaub, Beobachtungen des Alltags oder surreale Träume – Edith Oster macht fast alles zum Motiv ihrer Bilder. Diese zeigt sie nun unter dem Titel "Kunst! Reales trifft Abstraktes" in der Stadtbücherei Rath.

Ob Erinnerungen an den Urlaub, Beobachtungen des Alltags oder surreale Träume — Edith Oster macht fast alles zum Motiv ihrer Bilder. Diese zeigt sie nun unter dem Titel "Kunst! Reales trifft Abstraktes" in der Stadtbücherei Rath.

Wie sie zur Kunst gekommen ist, weiß Edith Oster noch ganz genau: "Das war vor mehr als 20 Jahren. Ich war sehr krank und habe mit einer Maltherapie begonnen — und niemals wieder mit der Kunst aufgehört", sagt die 69-Jährige. Nun zeigt die Lohauserin ihre Werke in der Stadtbücherei Rath. Titel der Ausstellung: "Kunst! Reales trifft Abstraktes".

"Ich habe mich noch nie auf bloß einen Malstil festgelegt. Manchmal male ich genau von Urlaubsfotos ab, bei anderen Bildern verfremde ich die Motive, werde abstrakt", sagt Edith Oster. Dabei hat es einen Grund, dass ihre Werke, die sie meist mit Acrylfarbe auf Leinwand bringt, so vielfältig gestaltet sind: Denn die gelernte Kauffrau besuchte nicht etwa Kunstkurse, um ihren Stil zu verfeinern.

Stattdessen arbeitet sie von Zeit zu Zeit immer in den Ateliers akademischer Künstler mit, schaut sich ihre Tricks ab und wendet sie für ihre eigenen Bilder an. "Mir reichten so übliche Kunstkurse wie von der VHS nicht. Ich finde es besser, direkt von den Künstlern zu lernen", sagt Edith Oster. Das habe ihr nicht nur geholfen, ihren Stil zu verbessern, sondern sie oftmals auch gefordert.

  • Gerhard Richter: „Rot-Blau-Gelb (339-4)“, 1972, Öl
    Ausstellung in Berlin : Gerhard Richter abstrakt
  • Sabine Warnecke vor den ehemaligen Räumen
    Bildungsangebote für junge Menschen : Das Haus der Talente zieht nach Rath
  • Schulleiterin Dorothee Pietzko im Schullabor, in
    Ausstattung von Schulen in Düsseldorf : „Ein Traum für jeden Schulleiter“
  • RP-Foto: gaa
    Schaustellergelände in Düsseldorf-Rath : Neue Straße, alte Probleme
  • Die Anwohner des Siedlungsweg in Lüdenscheid
    Auswirkung von A45-Brückensperrung bei Lüdenscheid : „Als ob wir plötzlich an einem Rollfeld wohnen“
  • Der Angeklagte wird von Frank Schubert
    Prozess in Düsseldorf : Bruder aus „abgrundtiefem Hass“ fast umgebracht

Dennoch ist und bleibt die Malerei für Oster vor allem eins: ein Ausgleich zum Alltag. "Die Kunst war für mich schon immer ein Ruhepol, in ihr kann ich mich ausleben", sagt sie. Und das ist oft auch zeitintensiv: "Es gibt Bilder, die male ich in einem Schwung fertig. Und dann gibt es welche, da dauert es ewig, weil ich niemals zufrieden bin", sagt Edith Oster.

Insgesamt zeigt sie derzeit rund 20 ihrer Werke in der Stadtbücherei in Rath. Die Werkschau ist ihre dritte Ausstellung: "Und schon die Vernissage war toll. Es ist einfach schön, wenn andere Menschen die eigene Arbeit wertschätzen", erzählt die Künstlerin.

Für ihre Ausstellung hat sich Edith Oster aber nicht auf bloß eine Werkreihe festgelegt. Stattdessen präsentiert sie eine Auswahl von Arbeiten aus mehr als 20 Jahren Schaffenszeit. "Reales trifft Abstraktes" heißt die Ausstellung deshalb, alle Stile, die der Künstlerin am Herzen liegen, sind vertreten. Und auch Edith Osters persönliches Lieblingsbild ist dabei: "Das heißt ,Traumbild' und zeigt Feuerberge, Adler und in der Mitte mich", erklärt die Künstlerin. Das Motiv basiere auf einem Traum, den sie wirklich einmal gehabt habe, erzählt sie. "Es ist vielleicht nicht mein handwerklich bestes Bild, aber es ist mir trotzdem unglaublich wichtig", sagt Edith Oster. Wieder andere Bilder zeigen Eindrücke von Reisen, etwa von ihren Ausflügen nach Lanzarote. "Dort war ich wirklich sehr oft und habe später von meinen Fotos die schönsten Augenblicke abgemalt", sagt sie.

Wer Edith Osters "Traumbild" und ihre anderen Werke selbst einmal anschauen möchte, kann dies noch bis zum 21. März tun. So lange ist die Ausstellung in der Rather Bücherei zu sehen.

(lai)